10.11.– 08.12.2018
Veronika Gabel
Algisláva furcae

Veronika Gabel
»Algisláva furcae«
10.11.–08.12.2018
Eröffnung: 09.11.2018, 19 Uhr

Als Material und Bildgeber für ihre installativen wie fotografischen Arbeiten verwendet die 1982 geborenen Künstler Veronika Gabel großflächige Blätter von Braunalgen: In einem feuchten Zustand erlaubt ihre Beschaffenheit eine variable Formbarkeit, die erst im Trockungsprozess zu einem teils zufallsgeleiteten Erstarren kommt. Aus den ehemals bewegten ledrig, bräunlichen Blättern formt die Künstlerin kleinere geometrische Formen, die zu aufwendigen architektonischen Konstruktionen vereint werden und mittels fotografischer Abbildungen in eine weitere Ebene transformiert werden können. Die fertigen Arbeiten zeugen von ihrem aufwendigen Herstellungsprozess und erinnern dergestalt nicht nur aufgrund ihrer Oberflächenstruktur an handwerklich anspruchsvolle und in einer langen Tradition stehenden Schnitzereien aus Holz. Als untersockelte Skulptur, in Vitrinen oder als reliefartige Wandarbeiten werden die Werke in dunkeln Räumen mit punktuellen Lichtkegeln präsentiert. Ihre bewusste Inszenierung verweist dabei auf Schatz- oder Wunderkammern als Ursprünge musealer Sammlungen und vereint mystische Aspekte mit Fragen von Repräsentation und Exklusivität.

 

 

Öffnungszeiten: Samstags von 15-17 Uhr und nach Vereinbarung

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

05.10.–25.10.2018
Rachel Lynn Hughes

Fantasy Romance

Rachel Lynn Hughes
»Fantasy Romance«
06.10.–25.10.2018
Eröffnung: 05.10.2018, 19 Uhr

 

Die Arbeiten der 1985 geborenen Künstlerin Rachel Lynn Hughes spielen mit den verschiedenen Facetten des Kitsch und verweisen auf eine wechselseitige Präsenz von Anziehung und Ablehnung in einem alltäglichen Kontext. Für ihre Malereien dienen zumeist Abbildungen von Frauen in einschlägigen Pornozeitschriften als Grundlage, die Hughes abpaust, vergrößert und mit mehreren teils farbigen Schichten Lack überzieht und fragmentiert. In den Fokus geraten so absurde Posen und Ausdrücke und entlarven ein gleichgeschaltetes Bild von Erotik, Sexualität und Selbstdarstellung. Für ihre Ausstellung in der Galerie Genscher ist eine Serie neuer Arbeiten entstanden. Anstelle von Lack sind die abgebildeten Frauen mit bunten Perlen überlagert, die ihre nach Aufmerksamkeit heischenden Gesten und Körper zu vielschichtigen, teils amorphen Objekten transformieren.

Rosa Windt

 

Öffnungszeiten: Samstags von 15-17 Uhr und nach Vereinbarung

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

07.09.–22.09.2018
Nschotschi Haslinger

Das gestohlene Lied

Nschotschi Haslinger
»Das gestohlene Lied«
07.09.–22.09.2018
Eröffnung: 31.08.2018, 19 Uhr
Kuratiert von Rosa Windt


Die Zeichnungen, Collagen, Keramiken und Performances der 1982 geborenen Künstlerin Nschotschi Haslinger zeugen von surrealen teils grotesken Begebenheiten. Medienübergreifend wird der Blick auf von Fabelwesen bevölkerte Szenerien gerichtet und in assoziative Erzählungen eines alltäglich erscheinenden Treibens überführt. Fortlaufend bedient sich Haslinger dabei kunstgeschichtlich tief verankerter Motive und leitet diese in eine eigene Struktur. Für ihre Ausstellung in der Galerie Genscher entwickelt die Künstlerin eine Performance und thematisch ineinandergreifende Zeichnungen die sich dem »Blick ins Künstler-Atelier« widmen. Als eine Form des Selbstporträts bedienen sich KünstlerInnen diesem Sujet bereits in einer langen Tradition und reflektieren Formen der Selbstinszenierung sowie des Voyeurismus.

Rosa Windt

 

Öffnungszeiten: Samstags von 15-17 Uhr und nach Vereinbarung

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

 

 

 

 

 

 

 

10.08 – 18.08.2018
Patrick Eicke
Ich verschwand im Nichts

Patrick Eicke
»Ich verschwand im Nichts«
11.08.–18.08.2018
Eröffnung: 10.08.2018, 19 Uhr
Kuratiert von Stephan Jäschke

Malerei und Countrysongs von Patrick Eicke: Bilder und Musik fungieren als Mittel die Gegenwart zu reflektieren und zu verdichten. Der Künstler steht als Medium im Spannungsfeld aus ländlicher, dörflicher Isolation und zeitgenössischer Praxis. Patrick Eicke studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Seine Auseinandersetzung mit Malerei fußt auf den Errungenschaften und Fragen der Klassischen Moderne des vergangenen Jahrhunderts. Vor ein paar Jahren zog er nach Niedersachsen in ein Dorf um dem Trubel des aufblühenden Leipzigs zu entgehen. Er selbst nennt sich einen Countrymaler und Countrysänger auf spirituellem Selbsterkenntnistrip. Für ihn dient die Kunst der Befragung der Natur. Es sind die großen und existentiellen Fragen die Eicke nicht zur Ruhe kommen lassen: Wer bin ich? Was ist die Natur? Wer ist Gott? Er meint es ernst, er nimmt es ernst.

Text: Stephan Jäschke

11.08.–18.08.2018
Eröffnung am 10.08.2018, 19 Uhr

Öffnungszeiten: Samstags von 15-17 Uhr und nach Vereinbarung

 

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

19.07.2018, 19:30h
INTER_SECTIONS: MAPPING QUEER*FEMINIST | ARTIFIZIELLE ANGRIFFSFLÄCHEN. LOVELETTER TO PORCELAIN ODER NOTIZEN AUS DER KÜNSTLERISCHEN FORSCHUNG ZU MATERIALITÄT, FASHION & GENDER

4. Veranstaltung der Reihe
INTER_SECTIONS: MAPPING QUEER*FEMINIST ART PRACTICES
am Do, den 19.07.2018, 19:30
Galerie Genscher, Markstr. 138

Wiebke Schwarzhans (HFBK Hamburg):
ARTIFIZIELLE ANGRIFFSFLÄCHEN. LOVELETTER TO PORCELAIN ODER NOTIZEN AUS DER KÜNSTLERISCHEN FORSCHUNG ZU MATERIALITÄT, FASHION & GENDER

Ausgehend von der Dada-Künstlerin Hannah Höch und ihrer Auseinandersetzung mit Modemagazinen der Moderne, beschäftigt sich der Talk mit möglichen Strategien feministisch-künstlerischer Zugriffe auf Konsumkultur in ihrer Verwobenheit mit impliziten Genderdynamiken. Codierungen von Materialitäten, wie Textil und Keramik, werden in den Blick genommen – wie können vergeschlechtlichte Konnotationen als artifizielle Angriffsflächen inszeniert und (wieder) angeeignet werden? Als Angriffsflächen bzw. Reibungspunkte für eine Auseinandersetzung zwischen Materialität, künstlerischer Forschung und feministischer Modetheorie. Diese Frage beschäftigt mich auch in meiner eigenen künstlerischen Praxis, aus der ich einige Arbeiten zeigen werde. – Und einen Loveletter to Porcelain.

***

Wiebke Schwarzhans studierte Bildende Künste und Kunsttheorie sowie Psychologie und Gender Studies in Hamburg und Wien. Seit 2016 künstlerisch-theoretische Promotion mit dem Arbeitstitel „Artifizielle Angriffsflächen. Feministische Perspektiven auf die Ambivalenz von Modephänomenen in der zeitgenössischen Kunst“ bei Prof. Dr. Hanne Loreck und Prof. Jeanne Faust an der HFBK Hamburg. Ihre Schwerpunkte sind Spiegel- und Oberflächenphänomene, Psychoanalyse, feministische Theorien, Modetheorie sowie modische Artikulationsformen. Von 2013 bis 2018 im kuratorischen Team der Ausstellungsreihe „Folgendes“ aktiv, führte sie Artist Talks und ist Herausgeberin der „Folgendes“-Publikation Bewegungsformen (Materialverlag 2016). Sie arbeitet projektbezogen und medienübergreifend. Aktuell erkundet sie Referenzen auf Reitsport in High Fashion Accessoires sowie die Materialität von Porzellan bis hin zu dessen brüchigen Grenzen. Sie ist Promotionsstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung.

***

Inter_Sections: Mapping queer*feminist art practices ist eine fünfteilige Veranstaltungsreihe zu zeitgenössischen queer*feministischen Kunstpraktiken in der Galerie Genscher. Von April bis August 2018 laden wir jeweils einmal im Monat Theoretiker*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen ein, mit uns gemeinsam über künstlerische Praktiken zu sprechen, die Geschlecht und die damit verbundenen Zuschreibungen thematisieren, hinterfragen und/oder aufbrechen. Inter_Sections fungiert dabei als offener Diskussionsraum, der allen zugänglich ist und zu einer Vernetzung zwischen Künstler*innen, Theoretiker*innen, Aktivist*innen und Studierenden einlädt.

4. Veranstaltung der Reihe
INTER_SECTIONS: MAPPING QUEER*FEMINIST ART PRACTICES
am Do, den 19.07.2018, 19:30
Galerie Genscher, Markstr. 138
Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel
U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 SternschanzeMit freundlicher Unterstützung des Fachbereichs Kulturwissenschaften der Universität Hamburg, des Zentrums GenderWissen und der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.

06.07.2018, 19:00 Uhr
Pitt Sauerwein
Golden TIMES – Eichendorfer und Königsberger

Pitt Sauerweins Interesse gilt inszenierten Fotografien. Ihre Arbeiten zeigen scheinbar beiläufige Ausschnitte eines alltäglichen Lebens und porträtieren dabei die Künstlerin selbst, ihre Familie und Freunde in teils absurden Situationen. Als Reenactment sind die Bilder Ergebnisse präziser Versuchsaufbauten, innerhalb derer die Grenzen von Dokumentation und Inszenierung, Privatem und Öffentlichem verschwimmen.

 

Pitt Sauerwein (& me)
»GOLDEN TIMES – Eichendorfer und Königsberger«
06.07-21.07.2018
Eröffnung: 06.07.2018, 19 Uhr

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

30.06.2018, 20:00 Uhr T(r)anz4mation

Siegfried Kärcher spielt „T(r)anz4mation“ live am 30.6.2018 in der Galerie Genscher Hamburg.
Während die ersten Ambientflächen vom Jupiter erklingen, füllt sich der Galerieraum mit Schwingungen.
Die Musik verdichtet sich und transformiert uns mitten in der Galerie in eine Unterwasserwelt.
Jetzt Energie! 101 und 303 laden zum Tanz. Die 808 und 909 trommeln… Tanz4mation!
Siegfried Kärcher lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Der 1974 geborene Künstler wurde in die Zeit der Heimcomputer geboren und schon früh mit dem Virus der elektronischen Musik infiziert.
In Hamburg spielte er zuletzt Experimentelles im Congress Centrum beim 33c3 des Chaos Computer Clubs und Techno bei den Kranichen unter den Elbbrücken. „T(r)anz4mation“ hingegen ist mehr eine auf den Ort Galerie Genscher inszenierte Klangreise, die mit ruhigem Ambient startet und über Trance zum Tanz der Maschinen aufheult.

www.siegfried-kaercher.de
www.galerie-genscher.com

T(r)anz4mation
30.06.2018, 20:00 Uhr
Im Rahmen der Reihe: The Bear, The Elephant And The Lion.
Mit einführenden Worten von Niko Koelen.

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

21.06.2018, 19:00 Uhr INTER_SECTIONS: MAPPING QUEER*FEMINIST ART PRACTICES

Joke Janssen (HFBK Hamburg):
SICH-HALTEN AUF DER LINIE. ORTE DER AUSDEHNUNG SCHREIBEN

 

Trans*, non-binary, mixed-race, genderqueer, multinational, bi oder anders „irgendwie dazwischen“. Viele unserer Lebensrealitäten sind auf dem Papier ein Übergangsstadium, können nur gefasst werden als Entweder-Oder oder Weder-Noch, sie sind ein Platz zwischen den Kästchen zum Ankreuzen oder sie sprengen die Auswahl. Wir müssten uns entscheiden: Ein Pass, ein Geschlecht, eine Zugehörigkeit bitte, wenn es geht.

Mein Vortrag ist ein Versuch, sich genau im Dazwischen zu positionieren und es damit zu einem eigenen Raum zu erklären. Ein Versuch, auf der Linie zu laufen, auf der Grenze zu balancieren. Es wird darum gehen, gemeinschaftlich den Blick zu wenden, den Raum zu verschieben und eine Vorstellung und Sprache und Zuhören zu finden, in der die Linie, die Binaritäten trennt, zu einem Ort wird, an dem sich ein Aufenthalt gut anfühlen könnte.

***

Joke Janssen lebt und arbeitet in Hamburg und promoviert mit einer künstlerisch-wissenschaftlichen Dissertation zu Materialisierungen von trans*. In seinen Arbeiten zentriert si_er Zurichtungen der Körper und Subjekte und deren Verflechtungen mit ihrer jeweiligen Umgebung. Sein Aufenthaltsort sind die sich überlagernden Schnittstellen von Kunst, Wissen(schaft) und Aktivismus, wo er_ – gerne im Kleinkollektiv – nach Formen des gemeinsamen Handelns und widerständigen Scheiterns sucht. Joke identifies as a chaser of slowness.

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Inter_Sections: Mapping queer*feminist art practices ist eine fünfteilige Veranstaltungsreihe zu zeitgenössischen queer*feministischen Kunstpraktiken in der Galerie Genscher. Von April bis August 2018 laden wir jeweils einmal im Monat Theoretiker*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen ein, mit uns gemeinsam über künstlerische Praktiken zu sprechen, die Geschlecht und die damit verbundenen Zuschreibungen thematisieren, hinterfragen und/oder aufbrechen. Inter_Sections fungiert dabei als offener Diskussionsraum, der allen zugänglich ist und zu einer Vernetzung zwischen Künstler*innen, Theoretiker*innen, Aktivist*innen und Studierenden einlädt.

Weitere Termine (jeweils Do, 19:30, Galerie Genscher):

# 19.07. Wiebke Schwarzhans (HFBK Hamburg): Artifizielle Angriffsflächen

# 16.08. Eva Egermann (Crip Magazine, Wien): Für eine Crip Künstlerische Agency. Visueller Aktivismus, Crip Materialien und künstlerische Praxis

09.06.2018, 18 Uhr
Monomal & Muttermahl @blurred edges

Im Rahmen des blurred edges Festivals für Hamburgs freie Musikszene, Verband für aktuelle Musik in Hamburg.

Monomal & Muttermahl, zwei Musiker aus Hamburg, eine musikalische Mischpoke aus manipulierter Kinder-Elektronik, gebastelten Effektgeräten, kaputten Drumcomputern und Circuit Bending KrimsKrams, frei improvisiert und 100 % live, bei jedem Auftritt mit neuem musikalischen Schwerpunkt und neuem Gerätepark. Diesmal haben wir Fett einen an der Pfanne und servieren Therapy Trap.

18 Uhr Doors Open
19 Uhr Konzert Beginn
Danach Sausde Sounds aus der Konserve

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.

08.06.2018
Touching Running Systems

analytisches schrauben und zeichnen. bring your stuff. schraubbares wird zerlegt, um begriffen und als sprengzeichnung angelegt zu werden:
lichtmaschinen, handys, lampen, tv, wasserkocher, …


aus: „Wanderjahre in digitalen Zeiten“
von Hanne Loreck
„[…] Weitere Arbeiten wie TOUCHING RUNNING SYSTEMS, seit 2016, benutzen das grafische Genre Spreng- oder Explosionszeichnungen. Bei Montageanleitungen wird mit derartigen Grafiken die Montage- und Demontagereihenfolge einzelner Teile erklärt, und selbst komplexe Maschinen erscheinen übersichtlich. Als ein berühmter Ahne solch technisch-analytischer Anordnung von Maschinenteilen gilt Leonardo da Vinci. Auch wenn Anik Lazars Kugelschreiber-Zeichnungen die mechanische Vorstellung restlosen Zusammenspiels von Bauteilen aufgreifen, so genießen sie sichtlich die antagonistischen Kräfte, die im Kontrast zwischen dem chaotischen Auseinanderfliegen der Teile nach einer imaginären Sprengung und ihrer Bändigung in der peniblen Systematisierung liegt. Mindestens ebenso interessant ist der Ansatz bzw. die Voraussetzung, sich eine Maschine vom Schrottplatz zu holen – hier eine Drehstrom-Lichtmaschine von Bosch –, sie manuell zu zerlegen und dann zeichnend auf die potenzielle Implosion oder den funktionstüchtigen Wiederzusammenbau anzuspielen (BOSCH-DREHSTROMLICHTMASCHINE, 2016). Mit den kleinen, aber wesentlichen Abweichungen vom Schema, die das mit Augenmaß Handgemachte und nicht algorithmisch Berechnete mit sich bringt. Wie wir wissen, ist eine wissenschaftliche Visualisierung nie eine sachlich-neutrale Wiedergabe von Gesehenem, immer transformiert die Gestaltung das Wissen, wenn sie es nicht gar erst produziert. […]“

08.06.2018, 15:00 – 20:00 Uhr
ANIK LAZAR
TOUCHING RUNNING SYSTEMS

G#R Zentrale, Marktstr. 138, Hinterhof / Karolinenviertel / St. Pauli / Hamburg
U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

http://☻.gg/touchingrunningsystems
http://🔧.☺.gg
http://aniklazar.de

Kindly supported by Ministry of Culture and Media Hamburg
and #Genscherhardcorerunners

24.05.2018, 19:30 Uhr
Inter_Sections No. 2: Hegemonialen Machtstrukturen trotzen

2. Veranstaltung der Reihe
INTER_SECTIONS: MAPPING QUEER*FEMINIST ART PRACTICES
Lorena Juan (Coven Berlin):
KANN QUEER-FEMINISTISCHE KUNST HEGEMONIALEN MACHTSTRUKTUREN TROTZEN? COVEN BERLIN ALS BEISPIEL FÜR NEUE WIDERSTÄNDE

Obwohl queer-feministische öffentliche Aktionen in den Medien oft oberflächlich dargestellt werden, gibt es einen aktuellen Bedarf Artivism als wertvolles Werkzeug des Widerstands und der künstlerischen Bewegung aus transdisziplinärer Perspektive adäquat zu adressieren – ein analytischer Ansatz, der in der Lage ist, dessen Relevanz in der zeitgenössischen Kunst zu betrachten, sowie seine Rolle in der Öffentlichkeit zu bewerten.

Durch das Beispiel von COVEN BERLIN konzentriert sich die Präsentation auf die zeitgenössische queer-feministische Online-Kunstplattform als Mittel um das heteropatriarchalische System abzulehnen. COVEN BERLIN ist ein queer-feministisches, transdisziplinäres Künstler_innen-Kollektiv mit dem Themenfokus Gender, Feminismus und Sexualität. COVEN BERLIN ist eine multikulturelle Plattform für politischen, queer-feministischen, schriftlichen und künstlerischen Ausdruck. Das Kollektiv fördert junge kreative Frauen in der Kunstwelt durch Organisation und Kuration multimedialer Kunstausstellungen, Festivals, und Events in Berlin. Durch konkrete Interventionen werden die kuratorischen Praktiken und DIY-Strategien des Kollektives analysiert, sowie ihre Kapazität kritisch mit strukturellen Ungleichheiten umzugehen. Die Rolle von lokalen und Online-Communities wird dabei ebenfalls thematisiert.

***

Lorena Juan ist freie Kuratorin und Mitgründerin des queer-feministischen Kunstkollektivs COVEN BERLIN. Sie hat in Gender Studies an der Universität Salamanca (Spanien) promoviert und diverserse Ausstellungen und Veranstaltungen mit dem Fokus auf Gender, Feminismus und Entkolonialisierung organisiert.

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Inter_Sections: Mapping queer*feminist art practices ist eine fünfteilige Veranstaltungsreihe zu zeitgenössischen queer*feministischen Kunstpraktiken in der Galerie Genscher. Von April bis August 2018 laden wir jeweils einmal im Monat Theoretiker*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen ein, mit uns gemeinsam über künstlerische Praktiken zu sprechen, die Geschlecht und die damit verbundenen Zuschreibungen thematisieren, hinterfragen und/oder aufbrechen. Inter_Sections fungiert dabei als offener Diskussionsraum, der allen zugänglich ist und zu einer Vernetzung zwischen Künstler*innen, Theoretiker*innen, Aktivist*innen und Studierenden einlädt.

Weitere Termine (jeweils Do, 19:30, Galerie Genscher):

21.06. Joke Janssen (HFBK Hamburg): Sich-Halten auf der Linie. Orte der Ausdehnung schreiben.

19.07. Wiebke Schwarzhans (HFBK Hamburg): Artifizielle Angriffsflächen

16.08. Eva Egermann (Crip Magazine, Wien): Für eine Crip Künstlerische Agency. Visueller Aktivismus, Crip Materialien und künstlerische Praxis

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel
U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

Mit freundlicher Unterstützung des Fachbereichs Kulturwissenschaften der Universität Hamburg, des Zentrums GenderWissen und der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.

19.05.–03.06.2018
I thought it would feel good… and I was right.

FINN WAGNER 
I thought it would feel good… and I was right.
19. Mai – 03. Juni 2018
 
Eröffnung: 18. Mai 2018, 19 Uhr
Finn Wagner lebt und arbeitet in Köln. In seinen Videoinstallation und Skulpturen verwendet er Materialien wie 3D-Animationen, Found Footage und Kunststoffe wie Silikon oder Schaumstoff. Er beschäftigt sich u. a. mit künstlichen Oberflächen und dem menschlichen Körper als empfindende Masse. Nicht selten suggerieren seine Skulpturen, die als Objekte oder Sockel zu den Flat Screens gezeigt werden, taktil intensive, fast lustvolle, fetischisierende Momente, die durch räumliche und haptische Erfahrungen aus der virtuellen Fiktion seiner Videos in die Realität geholt werden. „I thought it would feel good… and I was right.“ ist eine zweiteilige, skulpturale Videoinstallation. Ein Bildschirm wird von einer hautfarbenen, amorphen Form ummantelt. Der_die Rezipient_in wird durch die äußere Form der Skulpturen und ihre materielle Beschaffenheit an die Handlungen, Berührungen und Empfindungen der virtuellen Körper herangeführt.
Lisa Alice Klosterkötter
Kunstverein Galerie Genscher
Karolinenviertel U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze
Inititative für freie Künstlergruppen des Trägerverein Marktstraße 138 e.V.
✆ 040 / 82 45 15 | Marktstrasse 138, 20357 Hamburg
Mit freundlicher Unterstützung durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg

05.05.2018
15:00 Uhr
Finissage und Picknick in der Ausstellung

Finissage und PICKNICK IN DER AUSSTELLUNG

DANIEL PEDER ASKELAND
Daytime Vessel

Samstag, 05. Mai 2018 ab 15 UHR
Marktstraße 138

Getränke, Kaffee, Käse, Weintrauben und Brot besorgen wir.
Und freuen uns, wenn darüber hinaus viele weitere Kleinigkeiten und ‚Spezialitäten‘ von euch mitgebracht werden.

-> Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Genschers Taste:
Das Perfekte Dinner, The Taste, Die Küchenschlacht – das Format der TV-Kochserie müsste sich eigentlich per se ad absurdum setzen, denn Geschmack, Geruch, Gesellschaft – all jene Aspekte, die das Essen und Essenzubereiten als ein physisches Ereignis positiv konnotieren – sind in höchstem Maße absent. Als eine Form der Castingshow, scheinen auch Kochshows einem Hang zur Selbstdarstellung der Teilnehmer auf der einen Seite, sowie der Freude an einem scheinbar seichten und unbedrohlichen Voyeurismus auf der anderen Seite zu entsprechen. Mit Bezug auf den von Daniel Spoerri geprägten Begriff der »Eat Art« sollen im Rahmen der Reihe »Genschers Taste« verschiedene Formate im Kontext von „Kunst und Kochen“ stattfinden und zu einer sinnlichen, nachbarschaftlichen, kommunikativen Praxis im (Karolinen-)Viertel werden.

Kunstverein Galerie Genscher
Karolinenviertel U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze
Inititative für freie Künstlergruppen des Trägerverein Marktstraße 138 e.V.
https://galerie-genscher.com/ | presse@galerie-genscher.com | ✆ 040 / 82 45 15
Marktstrasse 138, 20357 Hamburg

Mit freundlicher Unterstützung durch die
Behörde für Kultur und Medien Hamburg

19.04.2018
19:30 Uhr
Inter_Sections No. 1: Trickster, Hexen, Cyborgs

1. Veranstaltung der Reihe
INTER_SECTIONS: MAPPING QUEER*FEMINIST ART PRACTICES

Sophie Lembcke (HFBK Hamburg):
TRICKSTER, HEXEN, CYBORGS: MIT QUEEREN ERZÄHLFIGUREN GEGEN DAS GENIE

Donnerstag, 19. April 2018 um 19:30 in der Galerie Genscher (Marktstr. 138)

Wie sehen unsere künstlerischen Praxen aus, wenn wir uns nicht mehr an den Genies und ihren weißen männlichen Künstlerrollenbildern orientieren müssen? Wie verhalten sich fortan Werk und Biographie zueinander?

Mit solchen Erzählfiguren der Borderlands können die Monstrous Others in uns, wir als posthumane Wesen, diese Schöpfungsmythen verlernen und künstlerische Praxen entwickeln um Verschiebungen im Big Daddy Mainframe auszulösen.

Mein Anliegen ist, aus einer feministisch-materialistischen Analyse heraus mit identitätpolitischen Optionen gezielt tradierte künstlerische Ausdrucksformen zu destabilisieren und Ansätze für antikapitalistische und antikoloniale Kämpfe in und mit Kunst aufzuzeigen.

***

Sophie Lembcke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsverbund „Übersetzen und Rahmen“ der Universität Hamburg und der HFBK Hamburg. In ihrem Dissertationsprojekt arbeitet sie zu widerspenstigen Strategien in multiperspektivischen, polyphonen, cross-kulturellen Ästhetiken.

***

Inter_Sections: Mapping queer*feminist art practices ist eine fünfteilige Veranstaltungsreihe zu zeitgenössischen queer*feministischen Kunstpraktiken in der Galerie Genscher. Von April bis August 2018 laden wir jeweils einmal im Monat Theoretiker*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen ein, mit uns gemeinsam über künstlerische Praktiken zu sprechen, die Geschlecht und die damit verbundenen Zuschreibungen thematisieren, hinterfragen und/oder aufbrechen. Inter_Sections fungiert dabei als offener Diskussionsraum, der allen zugänglich ist und zu einer Vernetzung zwischen Künstler*innen, Theoretiker*innen, Aktivist*innen und Studierenden einlädt.

Weitere Termine (jeweils Do, 19:30, Galerie Genscher):

24.05. Coven Berlin: Kann queer-feministische Kunst hegemonischen Machtstrukturen trotzen? Coven Berlin als Beispiel für neue Widerstände

21.06. Joke Janssen (HFBK Hamburg): Sich-Halten auf der Linie. Orte der Ausdehnung schreiben.

19.07. Wiebke Schwarzhans (HFBK Hamburg): Artifizielle Angriffsflächen

16.08. Eva Egermann (Crip Magazine, Wien): Für eine Crip Künstlerische Agency. Visueller Aktivismus, Crip Materialien und künstlerische Praxis

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel
U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

Mit freundlicher Unterstützung des Fachbereichs Kulturwissenschaften der Universität Hamburg, des Zentrums GenderWissen und der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.

 

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