ALEXANDER WOLF NOUCHKA WOLF Zuhause ist es am schönsten!

ALEXANDER WOLF
NOUCHKA WOLF

Zuhause ist es am schönsten!

08. März – 20. April 2019

Eröffnung: Freitag 08. März, 19 Uhr

Gleichwohl omnipräsent und überbordend der Wunsch danach kursiert – ist es zu Hause meist nicht am schönsten. Als geschiedenes Künstlerpaar können Alexander Wolf, geb. 1975 und Nouchka Wolf, geb. 1982 auf besonders eindringliche Weise Möglichkeiten und Grenzen partnerschaftlicher Beziehung und eine unisono Vorstellung von trauter Liebe, Harmonie, Heimat und einem Zuhause mit allgegenwärtigen, menschlichen und nicht auslöschbaren Aspekten von Aggression, Angst und gesellschaftspolitischen Zwängen unterwandern. In Anleihen historischer Fakten und aktuellem Zeitgeschehen entstehen Arbeiten, die mit der Wiederholung und Verdichtung von Ähnlichkeiten, mit fiktiven oder realen Geschehnissen spielen und dabei in Analogie zur Realität das untrügliche Gefühl verströmen, dass es keinen Unterschied macht, dass das Ungute, Unschöne, Verletzungen nicht abgeschafft werden können.

In ihren bis 2011 gemeinsam realisierten Arbeiten bediente sich das damalige Künstlerpaar zunächst überwiegend Medien von Performance und Video. In ihrer erneuten Zusammenkunft dominieren Zeichnungen, Fotografien und Objekte, die zunächst auf trügerische Weise einem gegenwärtig vorherrschenden „Geschmack des Selbstgebastelten“, Masking Tape, Polaroids und passepartourierten Zeichnungen gleichen, sich jedoch in Ambivalenzen, Verschnitten und alberner Moral einer Ästhetisierung kategorisch verweigern. 

Für die Ausstellung „Zu Hause ist es am schönsten!“ wollen Alexander Wolf und Nouchka Wolf Werte von Familie, Gemeinschaft und Tradition nicht der sogenannten „Neuen Rechten“ überlassen: Sie sind „mit Heinrich Heine und gegen Friedrich Ludwig Jahn (der g’schissene Turnvater)“. Während Heinrich Heine als einer der bedeutendsten deutschen Literaten mit kritischer und politisch engagierter Haltung gilt, begründete Friedrich Ludwig Jahn 1810 die sogenannte Turnbewegung, die durch sportliche Betätigung  der politischen und patriotischen Erziehung Deutschlands dienen sollte und auf deren Grundlage 1815 die bis in die Gegenwart nationalistisch geprägte Urburschenschaft gegründet wurde. Sowohl Heine als auch Jahn haben sich in ihren Schriften Tierbilder bedient. Jahn bezieht sich etwa hinsichtlich einer „allgemeinen [deutschen] Volkstracht“ auf Äsops Fabel „Die weiße Dohle“, die geplagt vom Neid über die domestizierten Tauben, ihr Gefieder glättete, weiß bemalte und sich zum bequemen Fressen unter sie mischte. Statt ihre neue gewonnen Privilegien jedoch still zu genießen, konnte die Dohle ihr Gekrächze nicht unterdrücken und wurde von den Tauben erkannt und vertrieben und musste fortan – auch von ihren eigenen Artgenossen verstoßen – ihre Nahrung ganz alleine finden. Eine weitere Fabel Äsops handelt von Zeus und der Schildkröte, als ein Sinnbild von Heimat und Gemeinschaft, das vielmehr der Eigenverantwortung und ihren Bedingungen unterliegt: Als Zeus heiratete lud er alle Tiere zu sich ein, allein die Schildkröte erreichte ihn mit großer Verspätung. Als Zeus sie nach dem Grund hierfür verhörte, antwortete sie: „Das eigene Haus ist das beste Haus“. Verärgert über ihre Zurückweisung erwirkte Zeus die Strafe, dass die Schildkröte ihr Haus auf ihren eigenen Rücken laden musste und nun stets mit sich herumtragen. Heine greift in seinen Schriften nicht auf Äsops Fabel zurück. Jedoch verwendet er das Bild der Schildkröte als Allegorie für einen Patriotismus fern ab jeder Ideologie und Moralisierung. In Anlehnung an die beiden Tierbilder und ihre Inbesitznahme zeigen zwei aktuelle Arbeiten von Alexander Wolf und Nouchka Wolf in schiefgeschnittenen Passepartouts comichafte Zeichnungen von Dohle und Schildkröte. Sie begleitende Moralsprüche „Ruhig, entspannt dagegen sein Macht zum Feste trautes Heim“ oder „Hüllt sich mit Stolz ein armes Eignes ein Ists, bald entblößt, ohje, nur mehr allein“ speisen ihre Ironie dabei aus einer vergangenen missbräuchlichen Aneignungen der Fabeln und jeweilig interessengeleiteten Moral. Eine solche Tradition kehren Alexander Wolf und Nouchka Wolf für ihre Zwecke um. Sie lassen die Dohlen nicht mitspielen und hören sich (wie es das Ausstellungsplakat andeutet) im patriotischen Panzer der Schildkröte – Zu Hause ist es am schönsten! – „mal den Schmarrn des Lützow’schen Freikorps an“. Der Lützowsche Freikorps war 1813 ein in der Ideologie von Friedrich Ludwig Jahn begründeter freiwilliger Zusammenschluss der preußischen Armee innerhalb der Befreiungskriege und entwickelte hohe Symbolkraft hinsichtlich der Anstrengung eines deutschen Nationalstaates. Und von seinen Uniformfarben leiten sich bis heute die deutschen Nationalfarben ab. Derartig beklemmende bis absurde Zusammenhänge werden im Werk von Alexander Wolf und Nouchka Wolf wieder und wieder und wieder offenbar und warum das so ist – warum die Gegenwart sich noch kaum von der Vergangenheit unterscheiden will: „Hier aber, auf der Wartburg, krächzte die Vergangenheit ihren obskuren Rabengesang […] [und es] herrschte jener beschränkte Teutomanismus, der viel von Liebe und Glaube greinte, dessen Liebe aber nichts anders war als Haß des Fremden und dessen Glaube nur in der Unvernunft bestand und der in seiner Unwissenheit nichts Besseres zu erfinden wußte, als Bücher zu verbrennen! Eben derjenige, welcher das Bücherverbrennen auf der Wartburg in Vorschlag brachte, war auch zugleich das unwissendste Geschöpf, das je auf Erden turnte und altdeutsche Lesarten herausgab: wahrhaftig, dieses Subjekt hätte auch Bröders lateinische Grammatik ins Feuer werfen sollen!“ (Heinrich Heine, Ludwig Börne. Eine Denkschrift, 1840)

Rosa Windt


Öffnungszeiten: jew. Samstag von 15 – 17 Uhr

Galerie GenscherMarktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel
U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanzewww.galerie-genscher.com

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

02.02.2019, 18 Uhr OPENING

0 3.02. – 16.02.19
A V E C II – SHOWROOM

A V E C II – Die Fete geht weiter…. mit

Nani Cooper, Malte Struck, Thomas Baldischwyler, Sandra Poppe, Pilar Cruz, Thomas Judisch, Malte Urbschat, Leyla Rodriguez, Nicolaas Schmidt, Michael Heering, Uwe Bermeitinger, Julia Schmitz, Niko Koelen, Sebastian Severin, Nele Gülck, Christian Kleffner, Tim Kaiser, Lucia Schmitz, Jens Kraßnig, Pitt Selma Sauerwein, Mark Matthes, Jil Lahr, Julien Mühlenpfordt, Vanessa Nica Mueller, Stephan Jäschke, Silvia Berger aka. Frau Kraushaar, Karsten Wiesel, Katharina Trudzinski, Christoph Wüstenhagen, Kenneth Dow, Mathis Menneking, girl.tv

Met you by surprise,

I didn’t realize

that my life would change for ever

Saw you standing there, I didn’t know I’d care

There was something special in the air

Richard Sanderson – Reality

Vic Beretton ist inzwischen 15 Jahre alt. Während ihre Freundin Pénélope jede Woche mit einem anderen Jungen geht und auch schon die Pille nimmt, ist Vic noch immer Jungfrau. Bei der Rückfahrt von einer Gastfamilie im Land Salzburg trifft sie Philippe im Zug und vertauscht versehentlich seinen Pass mit ihrem. Später sucht sie ihn auf, um ihm seinen Pass zurückzugeben. Die beiden werden Freunde und gehen miteinander aus. Doch Vic ist sich nicht sicher, ob Philippe der Richtige für das „erste Mal“ ist, zumal sie Philippes Beziehung zu dessen Exfreundin Cathérine mit Misstrauen betrachtet. Währenddessen bandelt Pénélope, nachdem sie von Thibaut (mit dem sie geschlafen hat) verlassen wurde, mit dem Neffen des Schwagers des neuen Freundes ihrer Mutter an, wechselt jedoch später auf Didier und schließlich auf Philippes Freund Frédo. Ihre Schwester Samantha vernachlässigt inzwischen die Schule und konzentriert sich ganz auf ihr Training als Balletttänzerin.

Im Rahmen der Sonderausstellung AVEC in der Drostei in Pinneberg findet als Satellitenausstellung parallel AVEC II in der Galerie Genscher in der Marktstrasse statt. // come and see both !

Mit GEMA-freien musikalischen Beiträgen von Pilar Cruz, Niko Koelen, Sebastian Severin, Harald Nikolas Stazol, Benjamin Bandtel und Michael David Heering, u.a..

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Medien und Kultur Hamburg.

Galerie Genscher
AVEC SHOWROOM
Marktstraße 138
20357 Hamburg
Karolinenviertel

20.01. – 03.03.19
A V E C
Sonderausstellung
@ Die Drostei

Galerie Genscher Sonderausstellung in der Drostei
Galerie Genscher Sonderausstellung vom 20.01. – 03.03.2019 in „Die Drostei“ Pinneberg 

Sandra Poppe, Cathrin Ulikowski, Pilar Cruz, SK*X-18, Veronika Gabel, Thomas Judisch, Malte Urbschat, Leyla Rodriguez, Nicolaas Schmidt, Michael Heering, Uwe Bermeitinger, Julia Schmitz, Niko Koelen, Sebastian Severin, Nele Gülck, Christian Kleffner, Tim Kaiser, Lucia Schmitz, Jens Kraßnig, Pitt Selma Sauerwein, Mark Matthes, Jil Lahr, Julien Mühlenpfordt, Frank Mirsem, Stephan Jäschke, Frau Kraushaar (Silvia Berger), Karsten Wiesel, Claudia Apel, Till van Daalen, Katharina Trudzinski, Christoph Wüstenhagen, Wolfgang  Dorninger, TinTin Patrone, Kenneth Dow, Vanessa Nica Mueller und girl.tv.

Galerie Genscher Sonderausstellung in der Drostei Pinnerberg im Rahmen der Ausstellung „Some Days Televison“ des Drosteipreisträgers 2017, Michael Heering

[…] Dies ist nun die Welt mit der wir leben müssen. Wir müssen damit klar kommen, dass das was wir zu sehen bekommen nicht unweigerlich das ist, was wir meinen, dass es ist. Wir müssen damit klar kommen, dass das was gezeigt wird von anderen angenommen wird, dass es das ist, was es vorgibt zu sein. Wir nehmen die Bilder und gestalten sie uns so, dass sie wieder zu dem Vogel werden, der unschuldig wie einst am Fenster vorbeiflog. Wir zeigen uns einander Bilder. Wir sind das Fernsehen. Wir sind das Internet. Wir sind die Gegenwartskunst, die uns umgibt, 24h live, an manchen Tagen.

Die Ausstellung der Galerie Genscher AVEC zeigt aktuelle Postionen befreundeter Künstlerinnen. Hier geht es nicht um einen roten Faden oder ein alles verbindendes Thema, oder darum ob die jeweiligen Arbeiten miteinander harmonisieren oder sich diese thematisch aufeinander beziehen.

Die Ausstellungsgestalt folgt letztlich dem Grundgedanken der künstlerischen Selbstbestimmung. Künstlerinnen und Werke folgen dem Chaos Prinzip. Malereien oder Mixed Media Werke befinden sich neben Filmen, Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen, Installationen oder Performances. Es geht ums Zeigen und Diskutieren eigener Realitätserfahrungen, die sich in den jeweiligen Kunstwerken manifestiert.

Angeschlossen an die Doppelschau ist ein Environment von girl.tv mit sechs wöchigem Happening.

Galerie Genscher Sonderausstellung
A V E C
20.01. – 03.03.2019

Eröffnung am 20.01.2019 um 11 Uhr

Die Drostei
Dingstätte 23
25421 Pinneberg

 


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10.11.– 08.12.2018
Veronika Gabel
Algisláva furcae

Veronika Gabel
»Algisláva furcae«
10.11.–08.12.2018
Eröffnung: 09.11.2018, 19 Uhr

Als Material und Bildgeber für ihre installativen wie fotografischen Arbeiten verwendet die 1982 geborenen Künstler Veronika Gabel großflächige Blätter von Braunalgen: In einem feuchten Zustand erlaubt ihre Beschaffenheit eine variable Formbarkeit, die erst im Trockungsprozess zu einem teils zufallsgeleiteten Erstarren kommt. Aus den ehemals bewegten ledrig, bräunlichen Blättern formt die Künstlerin kleinere geometrische Formen, die zu aufwendigen architektonischen Konstruktionen vereint werden und mittels fotografischer Abbildungen in eine weitere Ebene transformiert werden können. Die fertigen Arbeiten zeugen von ihrem aufwendigen Herstellungsprozess und erinnern dergestalt nicht nur aufgrund ihrer Oberflächenstruktur an handwerklich anspruchsvolle und in einer langen Tradition stehenden Schnitzereien aus Holz. Als untersockelte Skulptur, in Vitrinen oder als reliefartige Wandarbeiten werden die Werke in dunkeln Räumen mit punktuellen Lichtkegeln präsentiert. Ihre bewusste Inszenierung verweist dabei auf Schatz- oder Wunderkammern als Ursprünge musealer Sammlungen und vereint mystische Aspekte mit Fragen von Repräsentation und Exklusivität.

 

 

Öffnungszeiten: Samstags von 15-17 Uhr und nach Vereinbarung

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

05.10.–25.10.2018
Rachel Lynn Hughes

Fantasy Romance

Rachel Lynn Hughes
»Fantasy Romance«
06.10.–25.10.2018
Eröffnung: 05.10.2018, 19 Uhr

 

Die Arbeiten der 1985 geborenen Künstlerin Rachel Lynn Hughes spielen mit den verschiedenen Facetten des Kitsch und verweisen auf eine wechselseitige Präsenz von Anziehung und Ablehnung in einem alltäglichen Kontext. Für ihre Malereien dienen zumeist Abbildungen von Frauen in einschlägigen Pornozeitschriften als Grundlage, die Hughes abpaust, vergrößert und mit mehreren teils farbigen Schichten Lack überzieht und fragmentiert. In den Fokus geraten so absurde Posen und Ausdrücke und entlarven ein gleichgeschaltetes Bild von Erotik, Sexualität und Selbstdarstellung. Für ihre Ausstellung in der Galerie Genscher ist eine Serie neuer Arbeiten entstanden. Anstelle von Lack sind die abgebildeten Frauen mit bunten Perlen überlagert, die ihre nach Aufmerksamkeit heischenden Gesten und Körper zu vielschichtigen, teils amorphen Objekten transformieren.

Rosa Windt

 

Öffnungszeiten: Samstags von 15-17 Uhr und nach Vereinbarung

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

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Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

07.09.–22.09.2018
Nschotschi Haslinger

Das gestohlene Lied

Nschotschi Haslinger
»Das gestohlene Lied«
07.09.–22.09.2018
Eröffnung: 31.08.2018, 19 Uhr
Kuratiert von Rosa Windt


Die Zeichnungen, Collagen, Keramiken und Performances der 1982 geborenen Künstlerin Nschotschi Haslinger zeugen von surrealen teils grotesken Begebenheiten. Medienübergreifend wird der Blick auf von Fabelwesen bevölkerte Szenerien gerichtet und in assoziative Erzählungen eines alltäglich erscheinenden Treibens überführt. Fortlaufend bedient sich Haslinger dabei kunstgeschichtlich tief verankerter Motive und leitet diese in eine eigene Struktur. Für ihre Ausstellung in der Galerie Genscher entwickelt die Künstlerin eine Performance und thematisch ineinandergreifende Zeichnungen die sich dem »Blick ins Künstler-Atelier« widmen. Als eine Form des Selbstporträts bedienen sich KünstlerInnen diesem Sujet bereits in einer langen Tradition und reflektieren Formen der Selbstinszenierung sowie des Voyeurismus.

Rosa Windt

 

Öffnungszeiten: Samstags von 15-17 Uhr und nach Vereinbarung

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

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Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

 

 

 

 

 

 

 

10.08 – 18.08.2018
Patrick Eicke
Ich verschwand im Nichts

Patrick Eicke
»Ich verschwand im Nichts«
11.08.–18.08.2018
Eröffnung: 10.08.2018, 19 Uhr
Kuratiert von Stephan Jäschke

Malerei und Countrysongs von Patrick Eicke: Bilder und Musik fungieren als Mittel die Gegenwart zu reflektieren und zu verdichten. Der Künstler steht als Medium im Spannungsfeld aus ländlicher, dörflicher Isolation und zeitgenössischer Praxis. Patrick Eicke studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Seine Auseinandersetzung mit Malerei fußt auf den Errungenschaften und Fragen der Klassischen Moderne des vergangenen Jahrhunderts. Vor ein paar Jahren zog er nach Niedersachsen in ein Dorf um dem Trubel des aufblühenden Leipzigs zu entgehen. Er selbst nennt sich einen Countrymaler und Countrysänger auf spirituellem Selbsterkenntnistrip. Für ihn dient die Kunst der Befragung der Natur. Es sind die großen und existentiellen Fragen die Eicke nicht zur Ruhe kommen lassen: Wer bin ich? Was ist die Natur? Wer ist Gott? Er meint es ernst, er nimmt es ernst.

Text: Stephan Jäschke

11.08.–18.08.2018
Eröffnung am 10.08.2018, 19 Uhr

Öffnungszeiten: Samstags von 15-17 Uhr und nach Vereinbarung

 

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06.07.2018, 19:00 Uhr
Pitt Sauerwein
Golden TIMES – Eichendorfer und Königsberger

Pitt Sauerweins Interesse gilt inszenierten Fotografien. Ihre Arbeiten zeigen scheinbar beiläufige Ausschnitte eines alltäglichen Lebens und porträtieren dabei die Künstlerin selbst, ihre Familie und Freunde in teils absurden Situationen. Als Reenactment sind die Bilder Ergebnisse präziser Versuchsaufbauten, innerhalb derer die Grenzen von Dokumentation und Inszenierung, Privatem und Öffentlichem verschwimmen.

 

Pitt Sauerwein (& me)
»GOLDEN TIMES – Eichendorfer und Königsberger«
06.07-21.07.2018
Eröffnung: 06.07.2018, 19 Uhr

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19.05.–03.06.2018
I thought it would feel good… and I was right.

FINN WAGNER 
I thought it would feel good… and I was right.
19. Mai – 03. Juni 2018
 
Eröffnung: 18. Mai 2018, 19 Uhr
Finn Wagner lebt und arbeitet in Köln. In seinen Videoinstallation und Skulpturen verwendet er Materialien wie 3D-Animationen, Found Footage und Kunststoffe wie Silikon oder Schaumstoff. Er beschäftigt sich u. a. mit künstlichen Oberflächen und dem menschlichen Körper als empfindende Masse. Nicht selten suggerieren seine Skulpturen, die als Objekte oder Sockel zu den Flat Screens gezeigt werden, taktil intensive, fast lustvolle, fetischisierende Momente, die durch räumliche und haptische Erfahrungen aus der virtuellen Fiktion seiner Videos in die Realität geholt werden. „I thought it would feel good… and I was right.“ ist eine zweiteilige, skulpturale Videoinstallation. Ein Bildschirm wird von einer hautfarbenen, amorphen Form ummantelt. Der_die Rezipient_in wird durch die äußere Form der Skulpturen und ihre materielle Beschaffenheit an die Handlungen, Berührungen und Empfindungen der virtuellen Körper herangeführt.
Lisa Alice Klosterkötter
Kunstverein Galerie Genscher
Karolinenviertel U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze
Inititative für freie Künstlergruppen des Trägerverein Marktstraße 138 e.V.
✆ 040 / 82 45 15 | Marktstrasse 138, 20357 Hamburg
Mit freundlicher Unterstützung durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg


10.03.-31.03.2018
Signe R. Holm
„Switchpoint – Secrets Are A Perfect Stand-in For Boundaries“

Die dänische, in Hamburg lebende Künstlerin Signe Raunkjaer Holm greift drastisch in das Leben ihrer Nächsten ein. Der Partner wird in Jalousi, 2014 gebeten die vier einprägsamsten Momente seiner ehemaligen Beziehungen mit ihr, der Künstlerin nach zu inszenieren, die frisch geschiedenen Eltern in Hvis Vi Tør (Wenn Wir Uns Trauen), 2015 dazu gebracht, sich gegenseitig, von der Künstlerin komponierte Lieder vorzusingen. Thematisch geht es scheinbar um Alltägliches, Persönliches, doch immer werden auch existenzielle Fragen wie Eifersucht, Begehren, Rollenbilder und Machtverhältnisse in ihren Performances, Filmen und Videoinstallationen verhandelt. So setzt sie sich selbst oder Personen ihres engsten Umfeldes wie Freunde und Familie als Platzhalter ein, um durch ihr eigenes Erleben Authentizität und gleichsam Austauschbarkeit und Allgemeingültigkeit zu suggerieren. In der Galerie Genscher inszeniert sie ihre neue Arbeit Switchpoint — Secrets Are A Perfect Stand-in For Boundaries als performative, interaktive Installation.

Signe Raunkjaer Holm
„Switchpoint – Secrets Are A Perfect Stand-in For Boundaries“
10.03.-31.03.2018
Eröffnung: 09.03.2018, 19 Uhr
Kuratiert von Lisa Alice Klosterkötter, in Zusammenarbeit mit BfB, Köln

Performance ab 19 Uhr
mit:
Ruben Christiansen
Simeon Melchior
Szerafina Schiesser
Tatsuya Sugimoto
Yi Li

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24.02.2018
„Mutabor“ Ausstellung und Performance

„Mutabor“
Ausstellung und Performance
 
„Alle Wissenschaft wäre überflüssig, wenn die Erscheinungsform und das Wesen der Dinge unmittelbar zusammenfielen.“ – Karl Marx
 
“… will ausdrücken, dass das Bild nicht mehr oder weniger wichtige Zutat oder Schmuck, sondern ein gleichberechtigtes und notwendiges Glied des Ganzen darstellt.“
 
“… ein mit viel Bildmaterial versehenes Werk zu einem bestimmten Wissensbereich.“
 
Sammlung !
 
“… versucht Begriffe visuell darzustellen, oft in Zusammenhang mit verwandten Begriffen bzw. Objekten (siehe auch Bildtafel).“
 
“… Unter Erscheinung versteht man im allgemeinen Sprachgebrauch verschiedene Arten des Auftauchens bzw. „Daseins.“
 
“… Dabei gibt es keine Beschränkung auf klassische Forschungsobjekte der Kunstwissenschaft, sondern berücksichtigte auch Werbeplakate, Briefmarken, Zeitungsausschnitte, gefundenes Material oder Pressefotos:“
 
“… Sie ist eine Methodik und widmet sich der Beschreibung und Einteilung der Erscheinungen (Phänomene).
„Mutabor“
Ausstellung und Performance
Silvia Berger (Frau Kraushaar)
Samstag 24.02.2018, ab 19 Uhr
ab 22 Uhr DJ Set by TinTin Patrone
Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel
 
U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze
 
Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

17. & 18.02.2018
Erbsenzähler

Erbsenzähler
Die Auslese aus den Erbsenzählern.

SUPPLEMENTA DES ANGEHNEHMEN
ZEITVERTREIBS
UND
VIELFÄLTIGEN
VERGNÜGENS
BENEBENST NOCH ANMERKUNGEN
UND
VERKÜNDER DER GEGENWART

16.–18.02.2018
Erbsenzähler
Die Auslese aus den Erbsenzählern.
Polygraphisches Institute

http://💚.☺.gg

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26.-31.01.2018
 Final Straw

Die Galerie Genscher lädt herzlich zur Eröffnung des neuen Jahresprogramms 2018 mit der Ausstellung „Final Straw“ von Adrian Buschmann und Lilli Thießen (VIE/B).
Zu sehen sind mehrere Kleinformate aus Bayern und Berlin in denen es um Essen, Trinken und unter anderem um Sport geht.

“Be prepared. Let life surprise you”


http://www.daily-lazy.com/2017/10/lilli-thieen-at-wellwellwell-vienna.html

http://www.galeriesenn.at/exhibition-detail/adrian-buschmann.html

26.-31.01.2018 (Opening: 25.01.2018, 18 Uhr)
Final Straw
Lilli Thießen und Adrian Buschmann

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