24.05.2018, 19:30 Uhr
Inter_Sections No. 2: Hegemonialen Machtstrukturen trotzen

2. Veranstaltung der Reihe
INTER_SECTIONS: MAPPING QUEER*FEMINIST ART PRACTICES
Lorena Juan (Coven Berlin):
KANN QUEER-FEMINISTISCHE KUNST HEGEMONIALEN MACHTSTRUKTUREN TROTZEN? COVEN BERLIN ALS BEISPIEL FÜR NEUE WIDERSTÄNDE

Obwohl queer-feministische öffentliche Aktionen in den Medien oft oberflächlich dargestellt werden, gibt es einen aktuellen Bedarf Artivism als wertvolles Werkzeug des Widerstands und der künstlerischen Bewegung aus transdisziplinärer Perspektive adäquat zu adressieren – ein analytischer Ansatz, der in der Lage ist, dessen Relevanz in der zeitgenössischen Kunst zu betrachten, sowie seine Rolle in der Öffentlichkeit zu bewerten.

Durch das Beispiel von COVEN BERLIN konzentriert sich die Präsentation auf die zeitgenössische queer-feministische Online-Kunstplattform als Mittel um das heteropatriarchalische System abzulehnen. COVEN BERLIN ist ein queer-feministisches, transdisziplinäres Künstler_innen-Kollektiv mit dem Themenfokus Gender, Feminismus und Sexualität. COVEN BERLIN ist eine multikulturelle Plattform für politischen, queer-feministischen, schriftlichen und künstlerischen Ausdruck. Das Kollektiv fördert junge kreative Frauen in der Kunstwelt durch Organisation und Kuration multimedialer Kunstausstellungen, Festivals, und Events in Berlin. Durch konkrete Interventionen werden die kuratorischen Praktiken und DIY-Strategien des Kollektives analysiert, sowie ihre Kapazität kritisch mit strukturellen Ungleichheiten umzugehen. Die Rolle von lokalen und Online-Communities wird dabei ebenfalls thematisiert.

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Lorena Juan ist freie Kuratorin und Mitgründerin des queer-feministischen Kunstkollektivs COVEN BERLIN. Sie hat in Gender Studies an der Universität Salamanca (Spanien) promoviert und diverserse Ausstellungen und Veranstaltungen mit dem Fokus auf Gender, Feminismus und Entkolonialisierung organisiert.

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Inter_Sections: Mapping queer*feminist art practices ist eine fünfteilige Veranstaltungsreihe zu zeitgenössischen queer*feministischen Kunstpraktiken in der Galerie Genscher. Von April bis August 2018 laden wir jeweils einmal im Monat Theoretiker*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen ein, mit uns gemeinsam über künstlerische Praktiken zu sprechen, die Geschlecht und die damit verbundenen Zuschreibungen thematisieren, hinterfragen und/oder aufbrechen. Inter_Sections fungiert dabei als offener Diskussionsraum, der allen zugänglich ist und zu einer Vernetzung zwischen Künstler*innen, Theoretiker*innen, Aktivist*innen und Studierenden einlädt.

Weitere Termine (jeweils Do, 19:30, Galerie Genscher):

21.06. Joke Janssen (HFBK Hamburg): Sich-Halten auf der Linie. Orte der Ausdehnung schreiben.

19.07. Wiebke Schwarzhans (HFBK Hamburg): Artifizielle Angriffsflächen

16.08. Eva Egermann (Crip Magazine, Wien): Für eine Crip Künstlerische Agency. Visueller Aktivismus, Crip Materialien und künstlerische Praxis

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel
U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

Mit freundlicher Unterstützung des Fachbereichs Kulturwissenschaften der Universität Hamburg, des Zentrums GenderWissen und der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.