JUN 01, 21:30h KAZUO OHNO JUST VISITING THIS PLANET – Ein Film von Peter Sempel

blixa JUST VISITING SCHUBERT

Am 01. Juni 2010 schwebte Kazuo Ohno davon, mit 103 Jahren. Kazuo, Legende des Butohtanzes, bezeichnete sich als „old horse with young heart“.

Inspiriert durch den deutschen Ausdruckstanz der 20´er und Flamenco, begruendete er Ende der 50´er mit Tatsumi Hijikata den „Butohtanz“:
der Schritt, der Tanz ins Dunkle, im Dunkeln…
Auch als Protest gegen die Amerikanisierung Japans nach dem verlorenem Krieg.
Und als Dankbarkeit an Freude und Schmerz, ans nackte Leben.

Peter Sempel wurde von Kazuo gebeten „seine westliche Musik“ einzubringen,
in mehreren Jahren entwickelte sich ein dokumentarischer Musikfilm, mit Schubert „Die Winterreise“ (2 Lieder vorgetragen von Blixa Bargeld),
Einstuerzende Neubauten, Abwaerts, Yello, Verdi, Schumann…
Immer wieder auch Tiere: Pferde, Loewen, Giraffen, Affen, Katzen, Schlangen, Fische, Baeume, und seine Frau Chie, Sohn Yoshito,
ebenso Schueler und Freunde, wie z.B. Tomiko Takai, Ko Murobushi, Urara Kusanagi, Tanya Khabarova…
Kazuo: „When everybody says no, you can say yes“, dann kippt er sich 5 Teeloeffel Zucker in den Tee, und lacht… .
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www.blacksunflower.com

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KAZUO OHNO JUST VISITING THIS PLANET

Ein Film von Peter Sempel
01.06. 2015, 21:30 Uhr
 
Galerie Genscher /Park
Millerntorplatz 27– 48
20359 Hamburg
Mit freundlicher Unterstützung der Kulturbehörde Hamburg und Hanse Repair, in Kooperation mit „Planten un Blomen“.

Mai 29. – 31. 2015 SILENCE

SILENCE
Seeking recognition is always servile.
We have little interest in visibility, consciousness raising, or populist pandering.

Paul Philipp Heinze
29.–31. Mai 2015, 11–17 Uhr
Galerie Genscher/Park Millerntorplatz, Hamburg

 

 

Galerie Genscher/Park, Millerntorplatz 27–48, 20359 Hamburg (U3 St. Pauli)
am südlichen Eingang zu den Großen Wallanlagen/Planten un Blomen.

Link zum Lageplan -> hier

Mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturbehörde Hamburg und Hanse
Repair, in Kooperation mit “Planten un Blomen”.

Mai 25. — 27. 2015 | Freie Schreibwerkstatt

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Freie Schreibwerkstatt
mit Musik

25.05.— 27.05.15

Live aller Voraussicht
Tourette (Köln)

Mit dem unbeschreiblichen NON verhält es sich auch nach der #shitcologne so wie mit der Quantenphysik, dass es wohl keinen Menschen gibt, der es wirklich versteht.
Schon alleine aus diesem Grund muss und wird die Forschung weitergehen, als nächstes im Rahmen der Freien Schreibwerkstatt in Hamburg. Vom 25. bis 27. Mai macht das NON Station in der Galerie Genscher/Park und schickt sich wiederum an, den Wahnsinn gemeinschaftlich in Worte zu gießen.
Beginnen möchten wir die Veranstaltung mit einer ausgiebigen Informationsinitiative, ab 6:00 Mitteleuropäischer Sommerzeit, und mit den folgenden Themen:

– Komm, Heiliger Geist, Herre Gott
– Information und Musik
– vom nahen und schwer fassbaren Gott
– wie kommt das neue in die Welt?
– Zufälle und Katastrophen
– Weed im Wilden Westen, Colorados neue Kiffer-Kultur

Anschließend wird 48 Stunden getippt, musiziert und sich befreit so gut es eben geht.

http://shitcologne.tumblr.com/

Galerie Genscher/Park, Millerntorplatz 27–48, 20359 Hamburg (U3 St. Pauli) am südlichen Eingang zu den Großen Wallanlagen/Planten un Blomen.

Link zum Lageplan hier -> http://bit.ly/1ubxxr0

 

15. Mai 2015| Thomas Zipp METHOD OF AVERAGE ERROR

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Die Performance startet gegen 20 Uhr in der Galerie Kai Erdmann und wird ihren Endpunkt mit Konzert ab 22 Uhr in der Galerie Genscher/Park finden.

https://www.facebook.com/events/1731822740378087/1738830703010624/

Thomas Zipp

RRR. (METHOD OF AVERAGE ERROR)

Ekstase ist ein Begriff, der sowohl psychologisch als auch religionswissenschaftlich Verwendung findet. In beiden Fällen ist ein Zustand des „außer sich seins“ gemeint, in dem die Wahrnehmung der Betroffenen in Folge des Realitätsverlustes über ein reales Bewusstsein hinaus erhöht und offenbart scheint. Bereits in der Antike wurde das regelrechte „Heraustreten der Seele aus dem Körper“, in Form von religiöser Raserei oder Rauschzuständen kollektiv beabsichtigt und herbeigeführt. Auch in zahlreichen afrikanischen und indonesischen Religionen sind solche, durch bestimmte Musik und rhythmische Bewegungen, ritenhaft hergestellte Zustände als Teil kultureller Praxis belegt. Die Funktion und inhärente Absicht des Besessenheitszustandes ermöglicht dem jeweiligen Medium den Vorstellungsrahmen der Tradition zu verlassen und „im Namen der Geister und Ahnen“ Neuerungen und Sanktionen zu verkünden. Ihm kommt so eine Autorität zu Teil, die keiner rationalen, traditionellen oder gar wissenschaftlichen Größe Rechenschaft schuldig ist.
Der in Berlin lebende Künstler Thomas Zipp setzt sich in seinem Werk mittels raumgreifender, multimedialer Installationen und Performances mit solchen gesellschaftlichen und kulturellen Strukturen auseinander und überprüft sie auf ihre Aktualität. Es stellt sich insbesondere die Frage inwiefern derartige Ekstase und Besessenheitszustände in einer westlich geprägten Zivilisation anwendbar beziehungsweise obsolet geworden und durch andere „Medien“ ersetzt worden sind.
Der Ausstellungstitel „RRR. (Method Of Average Error)“ entspringt dabei einem klassischen Experiment der Psychophysik, welches die absolute Schwelle eines wahrnehmbaren Reizes erforscht. In einer empirisch geschaffenen Situation, wendet Zipp solche detektierenden Methoden, im Hinblick auf das Verhältnis von bildender Kunst, wissenschaftlicher Forschung und religiöser Praktik an, so dass es zu einer Kulminierung der getrennten Fachbereiche kommt.
Eine Performance in Form einer rituellen Prozession wird dabei substanzieller Bestandteil der Ausstellung — oder des Experimentes — und integriert, indem sie die Ausstellungsräume hin zum öffentlichen Raum verlässt gleichfalls eine ungefragte Öffentlichkeit. Im Unterschied zur „RRR. (Method of Average Error)“, bei welcher der Protagonist selbstständig reguliert in welchem Verhältnis Stimulation und Reiz stehen, kann dieser Schritt mit ihrem Pendant, der „Method Of Constant Stimuli“, verglichen werden, bei welcher die Teilnehmer zufälligen, fremdgesteuerten Reizen unterliegen, so dass keine Habituations- oder Erwartungsfehler entstehen können.

Im Zusammenspiel mit einer neuen Serie von Gemälden und Zeichnungen, die sich hier auch als Manifeste oder Handlungsanweisungen lesen lassen, entsteht so ein multimediales wie interdisziplinäres Szenario. Und es stellt sich die Frage, in welchem Verhältnis Kunst, Wissenschaft und Religion zueinander stehen und ob sie lediglich einseitig betrachtet der Erkenntnisgewinnung dienlich sind, wenn sie doch auch als jeweilige Begleiterscheinungen des Anderen auftreten können. Eben hier knüpfen Thomas Zipps Überlegungen an und untersuchen künstlerische Arbeit und deren Potential, im Hinblick auf Entgrenzung und Verschmelzung mit wissenschaftlichen Fragestellungen und religiösen Praktiken.

Rosa Windt

 

Dauer:
15.05. — 18.05. 2015

Galerie Genscher/Park, Millerntorplatz 27–48, 20359 Hamburg (U3 St. Pauli) am südlichen Eingang zu den Großen Wallanlagen/Planten un Blomen.

 

 

Link zum Lageplan hier -> http://bit.ly/1ubxxr0

Mai 09. — 24. 2015 | Nschotschi Haslinger Shoe’s Moon

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Wir laden euch und eure Freunde herzlich zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag den 08. Mai 2015 um 19 Uhr ein.

NSCHOTSCHI HASLINGER
Shoe´s Moon

09.05.2015 – 24.05.2015
In seinen antiken Methamorphosen beschreibt Ovid bereits auf tragische Weise das Verhältnis zwischen Statue und menschlichem, lebendigem Körper: Im Mythos um Pygmalion und Galatea fertigt der Bildhauer Pygmalion in seiner Verdrossenheit über die leibhaftigen Frauen, ein ideales Abbild seiner Träume aus Elfenbein. Zunehmend behandelt er seine nun endlich treue Begleiterin wie einen Menschen und erweckt sie in seiner liebenden Umarmung eines Tages schließlich zum Leben. In Form diverser Allegorien um Malerei und Skulptur brach in der Renaissance auf diesem Nährboden ein regelrechter „Wettstreit der Künste“ um die Vorrangstellung von Malerei und Bildhauerei aus. Mit dem phantastischen Vorbild einer Galatea im Sinn und der Absicht malerische Mittel zu übertrumpfen erschufen Bildhauer ganze Skulpturen-Gruppen die besonderes in der Ausarbeitung ihrer Haut oder einer Bewegung Lebendigkeit und Geschichten evozieren und ihrem menschlichen Vorbild so möglichst nahe kommen sollten.

Die 1982 in Eitorf geborene Künstlerin Nschotschi Haslinger greift in ihrem Film „Shoe´s Moon“ (2015) das vielschichtige Verhältnis von Statue und Mensch in verschiedenen, traumhaften Sequenz auf und verweist damit parallel auf surrealistische Ausdrucksformen. In Anlehnung an Jean Cocteaus „Das Blut eines Dichters“ (1930) indem der Protagonist einen gezeichneten, roten Mund mit seiner Hand auf eine Statue presst und sie so zum Leben erweckt bedient sich Haslinger einer Erzählstruktur und Bildsprache, die mystisch bis phantastisch aufgeladen ist. Eingangs hält ein junges Mädchen, deren Lippen rot auf ihrer weiß geschminkten Haut leuchten, eine brennende Kerze in ihrer einen, eine Blume in ihrer anderen Hand. Entgegen klassischer Deutungsformen versteht Haslinger die Kerze in Gegenüberstellung mit einer erwachsenen Frau hier jedoch eher als ein Symbol für Entwicklung und fortschreitende Zeit, denn als einen unweigerlichen Verweis auf Tod und Vergänglichkeit. Weitere Raum-Zeit Assoziationen werden durch eine schleifende, sich drehende Scheibe, mit einer schwarz, weiß aufgemalten Spirale erzeugt, die in ihrer Zweidimensionalität an Opart erinnernde Räumlichkeit entwickelt. Oder durch ein werkwürdig tanzendes, fliegendes Paar schwarzer Damenschuhe, die unter sich im Schnee etwas Rotes, scheinbar organisches zurücklassen und wie die Seele ihrem Körper langsam zu entschwinden scheinen.

Die Schuhe als Requisite des Filmes finden sich auch als Skulptur in der Ausstellung wieder und transferieren so das Verhältnis von Statue und Mensch und korrelierende Unterschiedlichkeit des Materials auf eine weitere Ebene. Gemeinsam mit anderen Gegenständen des Filmes sowie Schuhen und Füßen aus Keramik werden sie in einer schaufensterähnlichen Situation präsentiert. „Die Schuhe, also das Schuhschaufenster haben einerseits Warencharakter, doch in ihrer Abgetragenheit und Überkommenheit verweisen sie auf deren imaginäre Träger oder auf die Anwesenheit von Abwesenheit. Manche Paare sind auch mehr Füße als Schuhe, Fragmente einer Figur.“(Nschotschi Haslinger)

Mit surrealistischen Mitteln, die hier vor allem auch eine objektive Wirklichkeit ad absurdum setzen, thematisiert Haslinger so ein immer fortwährendes Bedürfnis künstlerischer Auseinandersetzung — das menschliche Sein und Streben abzubilden. Die Frage des verwendeten Medium — filmischer, bildhauerischer, malerischer Art — scheint dabei auf der stetig andauernden Suche nach einem nicht existierenden Ideal zurückgeblieben zu sein.

Rosa Windt

 

 

 

 

Galerie Genscher/Park, Millerntorplatz 27–48, 20359 Hamburg (U3 St.
Pauli) am südlichen Eingang zu den Großen Wallanlagen/Planten un Blomen.

Link zum Lageplan -> hier

Mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturbehörde Hamburg und Hanse
Repair, in Kooperation mit “Planten un Blomen”.