APR 09 – 12 |           -Silent Service- Adrian Alecu Dennis Scholl Jörn Stahlschmidt

-Silent Service-

Adrian Alecu Dennis Scholl Jörn Stahlschmidt

 

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Gravitation – Wir befinden uns irgendwo im Tschad, nahe der Grenze zu Niger. Unweit von Zouar, eingebettet ins Tibesti-Gebirge gibt es einen Ort an dem noch immer eine kleine europäische Gemeinschaft lebt. Die Luft ist trocken und frostig in mehr als 13.000 Fuß über dem Meeresspiegel. Das flache Wasser des Chari Flusses, der durch die Stadt strömt ist eiskalt und die Sonne kaum zu sehen. Im Schatten der Berge gibt keine Jahreszeiten. Tagsüber wird es unerträglich heiß und in der Nacht unerträglich kalt. Diese extremen Temperaturunterschiede könnten der Grund sein warum sich dort niemals Einheimische niedergelassen haben. Die Mitglieder der Gemeinschaft hegen eine große Wertschätzung für klassische Musik und ihre Mußestunden werden von ihren Klängen begleitet. Bald wird ein junger Mann aus der fernen Hauptstadt kommen, um die Organisation des Festivals zu überwachen. An diesem Ort verrinnt die Zeit nur langsam und in eine unklare Richtung.

Epilog – Nachdem ich tief in die Erinnerung an jene abendliche Taxifahrt eingetaucht bin, im Gehege der großen Maschine: Von großer Ohnmacht betroffen, verstrickt in heilloses Durcheinander. Der Barock aus der Materie heraus wirkt dabei als Motor. Zeichnung ist das Werkzeug. Die drei Zeiten des Gesetzes, die Energie der Krise, die Formen der Gefäße, die Verpflichtung gegenüber der Materie und ihren Oberflächen. Sie ermöglicht eine Berührung zwischen der Welt des Bildes und der unseren. Staunend und missverstanden, ohne Dialog, zerbricht das Lineal in der Wiederholung des Vergessenen. Eingeschrieben in die Haut des Gegenübers auf alle Zeit erschaudere ich  angesichts des illusionären Charakters jedweder Ordnung. Wo das Bewusstsein neutral und wissend bleibt, das Herz aber vor Erregung zittert.

Grande Complication (Under Control) – Die neue Rolle der selbststeuernden Verführung, dafür bedarf es eines unausweichlichen Grades der Perfektion. Eines weinenden, eines lachenden und eines geschlossenen Auges, wenig an Geschmack und undankbaren Formen der Unsicherheit. Mich interessiert schon lange nichts mehr, alles ist in Auflösung, weil die Logik es so will. Unendliche Instandhaltung. Die Stimme dient kaum mehr als Halt in der Befehlskette. Zu Tode geritten auf dem Weg rund um die Welt auf Hufen der Schuld. Rastlos von der Wiege zur Wiege. Gefeiert wird schließlich Wiederholungszwang  der aus professionellen Gründen auf die Verengung von Blickfeldern spezialisiert ist. Das Klauen erklärt sich zum Programm und jegliches zu Material. Nichts ist neu, es gibt keine richtige Lösung, alles ist Falsch. Möge die Niederwerfung der Welt eingeritzt sein in die Fläche der Hand mit der ich den Anker umklammert halte.

Film, Zeichnung, Objekt

zur Ausstellung erscheint ein Zine, Auflage 75 Stk.

Eröffnung Donnerstag den 9.4.2015 19 Uhr

Geöffnet Freitag den 10.4 bis Sonntag den 12.4. 2015 14-18 Uhr

Galerie Genscher/Park, Millerntorplatz 27–48, 20359 Hamburg (U3 St.
Pauli) am südlichen Eingang zu den Großen Wallanlagen/Planten un Blomen.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturbehörde Hamburg und Hanse
Repair, in Kooperation mit “Planten un Blomen”.

MÄRZ 27. – APR 4. Jack-in-the-Box / Passagen

Elmar Jacob
Jack-in-the-Box / Passagen
28. März – 4. April 2015

 

(welcome)

Eröffnung: Freitag, 27. März 2015, 20 Uhr

In einem absichtlich zufälligen Prozess entwickelt der in Aachen geborene Künstler Elmar Jacob aus dem Material heraus surreal anmutende Bilderzählungen. Zentrale Fragestellung dabei ist, inwiefern malerische und narrative Struktur einander erzeugen oder bedingen und folglich auch, was als real oder fiktiv gelten kann.

Ein unwirklicher Schneemann auf einem tumultigen Festplatz, umringt von skurrilen Gestalten, Affen und Palmen setzen der Realität so vielmehr einen Spiegel vor, als das sie sie wiedergeben und geben sie eben hierin doch vielschichtiger und vielleicht wahrhaftiger wieder.
In humoristischer, teilweise comichafter und grober Manier verweist Jacob immer wieder auf solche Divergenzen und macht deutlich, dass es keine linearen oder gar realen Erzählungen gibt. Dass der Mensch sich dennoch stetig daran versucht zeigen auch übergezeichnete Sachillustrationen auf, in denen die Dargestellten aus ihren einheitlichen und vorgefundenen Posen gelöst und in fremde, oft Gewalt geladene Kontexte gesetzt werden.

Jack-in-the-Box / Passagen reiht sich in solche collagenhaften Inszenierungen der Realität ein und matroschkenhaft stellt sich unweigerlich die Frage, wo die Ausstellung beginnt und wo sie endet ..

Text: Rosa Windt

Zur Ausstellung erscheint ein Zine.

Weitere Infos unter:
http://jacob.kulturserver.de

 

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Sa  28. + So  29. März und Fr  3. + Sa  4. April
Jeweils 15-18 Uhr
Und nach Vereinbarung: presse@galerie-genscher.com

Galerie Genscher/Park, Millerntorplatz 27–48, 20359 Hamburg (U3 St.
Pauli) am südlichen Eingang zu den Großen Wallanlagen/Planten un Blomen.

Link zum Lageplan -> hier

Mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturbehörde Hamburg und Hanse
Repair, in Kooperation mit “Planten un Blomen”.

MÄRZ 20. – 24. guu-ru-gu

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Thomas Judisch
20. – 24. März 2015

 

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Eröffnung: Freitag, 20. März 2015, 20 Uhr

„Nein, es ist nie das was es ist. Immer verändert, immer umgewandelt, immer reduziert. Es ist etwas anderes geworden und dadurch Teil dessen. Also nicht einfach nur das, was es ursprünglich war. Und ja, es fehlt immer was.” So ungefähr würde er antworten, wenn man mit ihm über die jüngste Entwicklung seiner Arbeit spricht.

Der Bildhauer Thomas Judisch (*1981), derzeitiger Goldbekhof-Stipendiat, wird die für ihn bekannten künstlerischen Strategien nutzen, um den aktuellen Ausstellungsraum der Galerie Genscher zu bespielen. Eine neue Variante der Serie „too many birds” wird im Außenraum installiert und in einen Dialog zu der Videoprojektion „flieg und sieg” (2012) gesetzt.
In Zusammenarbeit mit dem Sounddesigner Dennis Beckmann (Berlin) entwickelte Judisch eine beflügelnde Klanginstallation für den Innenraum des Containers.

Das bei Galerie Genscher altbewährte Fanzine – ein Begleitheft der jeweiligen Ausstellung – das nun auch von Judisch gestaltet wurde, rundet inhaltlich seinen Umgang mit dem Vorgefundenen ab.

 

Arbeiten von Thomas Judisch, Auswahl  ->  pdf (525 KB)

Weitere Infos unter:

http://thomasjudisch.com
https://www.facebook.com/pages/Thomas-Judisch/1540535339563436

http://www.dennisbeckmann.com

 

Öffnungszeiten der Ausstellung:
21.03. – 24.03.2015
Jeweils 18 – 20 Uhr
Und nach Vereinbarung: tj@thomasjudisch.com

Galerie Genscher/Park, Millerntorplatz 27 – 48, 20359 Hamburg (U3 St. Pauli) am südlichen Eingang zu den Großen Wallanlagen/Planten un Blomen.

Link zum Lageplan -> hier

Mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturbehörde Hamburg und Hanse
Repair, in Kooperation mit “Planten un Blomen”.