28.11.–05.12.2014 CRISIS

„CRISIS“


Thomas Ehgartner und Malin Schulz
Installation

Galerie Genscher Park


Vernissage 28. November 2014, ab 20 Uhr


Special Appearing:
„Frau Kraushaar and The Hairy Girls“ ( The Agit-Pop Chor Hamburg)
21 Uhr Uhr

Danach DJ Mauru


Die Chinesen verwenden zwei Pinselstriche, um das Wort „Krise“ zu schreiben. Ein Pinselstrich steht für Gefahr; der andere für Gelegenheit.
Die Krise ist allgegenwärtig.
Überall wo man hinsieht: Die Welt liegt in Trümmern.
Die Menschheit ist blöd wie Stroh.
Beratungsresistent, als ob es keinerlei Geschichtsschreibung gäbe, rasen wir in eine ungewisse Zukunft.
Was bestenfalls daraus resultiert: Weltschmerz.
Ein melancholisches Gefühl das jemand über seine eigene Unzulänglichkeit empfindet, das er zugleich als Teil der Unzulänglichkeit der Welt und der bestehenden Verhältnisse betrachtet.
Thomas Ehgartner und Malin Schulz werden sich mit Bestandteilen des Themenkomplexes beschäftigen und die Ergebnisse bei Genscher Park in einer Gemeinschaftsarbeit präsentieren.
(Text: Silvia Berger)
Thomas Ehgartner
Thomas Ehgartner wurde 1977 in Österreich geboren und absolvierte 1997 die Kunstgewerbeschule, Graz in der Abteilung Stein-, und Holzbildhauerei. Später Studium und Diplom der textuellen Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste,Wien.
Die Themengebiete und Inhalte in Ehgartners Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld sozialer, politischer, anthroposophischer und wissenschaftlicher Phänomene, die sich durch Dekontextualisierung, Neuverortung und individueller Dekonstruktion den gewohnten Blickweisen und Assosiationen zu entziehen zu scheinen.
http://thomas-ehgartner.tumblr.com/
Malin Schulz
Malin Schulz, geb. 1979 in Itzehoe, studierte an der Hochschule für Gestaltung Hamburg Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Fotografie.
Ihre inhaltlichen Schwerpunkte bezieht sie aus politischen Beobachtungen und der Auseinandersetzung mit sozio-kulturellen Phänomenen.
Ihre Arbeiten sind preisgekrönt, unter anderem mit den Kodaknachwuchsförderpreis und dem BFF Förderpreis 2010.
Ihre letzte Arbeit „Gaza Beach“ wurde durch das Goethe Institut und der VG Bildkunst gefördert und mehrfach in Deutschland sowie Israel ausgestellt.
Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitet sie bei der Wochenzeitung „Die Zeit“.
http://www.malinschulz.de
„Frau Kraushaar and The Hairy Girls“
( The Agit-Pop Chor Hamburg)
Die bildende Künstlerin und Musikerin Silvia Berger gründete 2013 den temporär in Erscheinung tretenden Chor „The Hairy Girls“.
Der Chor hat wechselnde Mitglieder u.a.:
Sascha Demand
Heike Nöth
Annika Scharm
Gaitanes Douin
Iris Theo Loukopoulos
Verena Brakonier
Danny Banany
DJ Patex
and for our english spoken friends,
The Chinese use two brush strokes to write the word “ crisis “ .
One brush stroke stands for danger; the other for opportunity .
The crisis is everywhere.
Everywhere you look, the world is in ruins .
Humanity is stupid as straw .
Resistant to advice, as if there were no history,
we rush into an uncertain future.
What best if the result is: world-weariness.
A melancholy feeling that someone feels about his own inadequacy, which he also considered part of the inadequacy of the world and the existing conditions .
Thomas Ehgartner and Malin Schulz will deal with components of the complex issues and present the results at Genscher Park in a community work.
(text and bad translation: Silvia Berger )

„CRISIS“……………………………………………………………………………..Thomas Ehgartner und Malin SchulzInstallation
Galerie Genscher Park……………………………………………………………………………..Vernissage 28. November 2014, ab 20 Uhr……………………………………………………………………………..Special Appearing:„Frau Kraushaar and The Hairy Girls“ ( The Agit-Pop Chor Hamburg)21 Uhr Uhr
Danach DJ Mauru……………………………………………………………………………..
Die Chinesen verwenden zwei Pinselstriche, um das Wort „Krise“ zu schreiben. Ein Pinselstrich steht für Gefahr; der andere für Gelegenheit.
Die Krise ist allgegenwärtig. Überall wo man hinsieht: Die Welt liegt in Trümmern.Die Menschheit ist blöd wie Stroh. Beratungsresistent, als ob es keinerlei Geschichtsschreibung gäbe, rasen wir in eine ungewisse Zukunft.
Was bestenfalls daraus resultiert: Weltschmerz.Ein melancholisches Gefühl das jemand über seine eigene Unzulänglichkeit empfindet, das er zugleich als Teil der Unzulänglichkeit der Welt und der bestehenden Verhältnisse betrachtet.
Thomas Ehgartner und Malin Schulz werden sich mit Bestandteilen des Themenkomplexes beschäftigen und die Ergebnisse bei Genscher Park in einer Gemeinschaftsarbeit präsentieren.(Text: Silvia Berger)
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Thomas Ehgartner
Thomas Ehgartner wurde 1977 in Österreich geboren und absolvierte 1997 die Kunstgewerbeschule, Graz in der Abteilung Stein-, und Holzbildhauerei. Später Studium und Diplom der textuellen Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste,Wien. Die Themengebiete und Inhalte in Ehgartners Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld sozialer, politischer, anthroposophischer und wissenschaftlicher Phänomene, die sich durch Dekontextualisierung, Neuverortung und individueller Dekonstruktion den gewohnten Blickweisen und Assosiationen zu entziehen zu scheinen.
http://thomas-ehgartner.tumblr.com/
Malin Schulz
Malin Schulz, geb. 1979 in Itzehoe, studierte an der Hochschule für Gestaltung Hamburg Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Fotografie. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte bezieht sie aus politischen Beobachtungen und der Auseinandersetzung mit sozio-kulturellen Phänomenen. Ihre Arbeiten sind preisgekrönt, unter anderem mit den Kodaknachwuchsförderpreis und dem BFF Förderpreis 2010.Ihre letzte Arbeit „Gaza Beach“ wurde durch das Goethe Institut und der VG Bildkunst gefördert und mehrfach in Deutschland sowie Israel ausgestellt.Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitet sie bei der Wochenzeitung „Die Zeit“.
http://www.malinschulz.de
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„Frau Kraushaar and The Hairy Girls“ ( The Agit-Pop Chor Hamburg)
Die bildende Künstlerin und Musikerin Silvia Berger gründete 2013 den temporär in Erscheinung tretenden Chor „The Hairy Girls“.Der Chor hat wechselnde Mitglieder u.a.:Sascha DemandHeike NöthAnnika Scharm Gaitanes DouinIris Theo LoukopoulosVerena BrakonierDanny BananyDJ Patex

….and for our english spoken friends,
The Chinese use two brush strokes to write the word “ crisis “ . One brush stroke stands for danger; the other for opportunity .
The crisis is everywhere.Everywhere you look, the world is in ruins .Humanity is stupid as straw .Resistant to advice, as if there were no history, we rush into an uncertain future.
What best if the result is: world-weariness.A melancholy feeling that someone feels about his own inadequacy, which he also considered part of the inadequacy of the world and the existing conditions .
Thomas Ehgartner and Malin Schulz will deal with components of the complex issues and present the results at Genscher Park in a community work.
(text and bad translation: Silvia Berger )

CRISIS
Thomas Ehgartner and Malin Schulz
„Frau Kraushaar and The Hairy Girls“
Opening: Freitag 28.11.2014, ab 20 Uhr
Öffnungszeiten: täglich: 16 – 18 Uhr
Galerie Genscher /Park, Millerntorplatz 27–48, Hamburg (U3 St. Pauli)
Mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturbehörde Hamburg, in Kooperation mit “Planten un Blomen”.

25.11.2014, 19h ZUR AKTUALITÄT DES ERWEITERTEN KUNSTBEGRIFFS

Jennifer Bennett, Vortrag
25. November 19 Uhr, Genscher Park

Zur Aktualität des erweiterten Kunstbegriffs

Ohne Frage bewegt sich der erweiterte Kunstbegriff seit der Entstehung der Bezeichnung immer weiter auf seine Realisierung zu. Bevor ich mit den Recherchen dazu begann, war ich mir dessen noch nicht so sicher. Beuys auch nicht: Schütze die Flamme. / Denn schützt man die Flamme nicht, / ach eh man’s erachtet, / löscht leicht der Wind das Licht, / das er entfachte. / Brich dann Du / ganz erbärmlich Herz / stumm vor Schmerz.
J.Beuys nach einem Gedicht von Antonio Metastasio

Pietro Antonio Domenico Bonaventura Trapassi 1698-1782, war ein italienischer Dichter und Librettist, besser bekannt unter seinem Pseudonym Pietro Metastasio (vom Griechischen Metastase, zu deutsch Verschiebung, Veränderung).

Um eine Verschiebung des traditionellen Kunstbegriffs, der das singuläre Kunstwerk auf den Sockel hebt, zum erweiterten Kunstbegriff, der Kunst im erweiterten Sinne mit gesellschaftlicher Gestaltung gleichsetzt, mit neuartigen künstlerischen Äusserungsformen die Grenzen des in sich geschlossenen Kunstbetriebes durchbricht und in die gesellschaftliche Öffentlichkeit drängt, ging es Beuys, wie vor ihm bereits Marcel Duchamp, der auf die Erweiterung und Entgrenzung der Kunst hin arbeitete.

Ein Werk von Joseph Beuys, der seine Skulpturen und Rauminstallationen als Stimulanzien für die Beschäftigung mit seiner Idee von Kunst sah, sorgte in diesem Jahr für Aufregung. Das Kapital Raum 1970– 1977 führte letztlich zur Schliessung der Hallen für neue Kunst in Schaffhausen, eine nun legendäre Institution in der Stadt meiner Herkunft.
Beuys hatte Das Kapital Raum 1970–1977 zusammen mit dem Leiter der Hallen, Urs Raussmüller, als dauerhafte Rauminstallation 1984 in Schaffhausen eingerichtet. Es war eine der letzten von ihm selber eingerichteten Arbeiten, die bis vor kurzem noch im Original zu sehen war und welche seine Beschäftigung der 1970er Jahre zusammenfasste. Ein langjähriger Rechtsstreit endete Anfang diesen Jahres mit einem Urteil, welches die Entfernung der Arbeit aus den Hallen für neue Kunst zur Folge hatte, obschon sich Eva Beuys vehement dagegen aussprach und als Inhaberin des Urheberpersönlichkeitsrechts einer an einem anderen Ort eingerichteten Version den Originalcharakter abspricht. Auch Raussmüller betonte, Beuys habe die Installation in Schaffhausen explizit auf den von ihm geschaffenen Kontext hin entwickelt. Mein Vortrag zum erweiterten Kunstbegriff hätte ursprünglich dort statt finden sollen. Dieser Kontext ist nun Vergangenheit, die Gedankenleistung, um die es Beuys letztlich ging, lässt sich nicht entfernen.

In meinem Vortrag bei Genscher Park soll zuerst geklärt werden, wie eine umfassende Wirklichkeitsgestaltung im Sinne des erweiterten Kunstbegriffs zu verstehen sein könnte und was das neue Museum als gesellschaftspolitisch engagiertes Museum leisten kann. Ich werde aktuelle künstlerische Positionen vorstellen, die den erweiterten Kunstbegriff in ihrer Praxis realisieren und Aktionen, in denen Menschen auf eine Weise aktiv werden, die der sozialen Plastik durch ein kreatives Mitgestalten jedes Individuums an der Gesellschaft und in der Politik entspricht – dem Ziel des erweiterten Kunstbegriffs.

Jennifer Bennett, Vortrag:

Zur Aktualität des erweiterten Kunstbegriffs

25. November 19 Uhr, Genscher Park

Galerie Genscher/Park, Millerntorplatz 27–48, 20359 Hamburg (U3 St. Pauli) am südlichen Eingang zu den Großen Wallanlagen/Planten un Blomen.

Link zum Lageplan hier ->

Mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturbehörde Hamburg, in Kooperation mit “Planten un Blomen”.

__________________

Ergänzt am 02.12.2014:

Mit herzlichem Dank an Jennifer Bennett:hier der Vortrag als .pdf !

21.11.2014, 21h UNDERWATER LOVE

“I’d ask my friends to come and see
An octopus’s garden with me
I’d like to be under the sea“


mit
The Magical Flying Love Lab / lovelab.fr
DJ Trikorder (Monomal) / monomal.org
Strange Circuit / strangecircuit.tumblr.com
Hannes Wienert / hannes-wienert.de

Underwater Love
21. November  21 Uhr, Galerie Genscher/Park, Millerntorplatz 27–48, 20359 Hamburg (U3 St. Pauli) am südlichen Eingang zu den Großen Wallanlagen / Planten un Blomen.

Link zum Lageplan hier ->

Mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturbehörde Hamburg, in Kooperation mit “Planten un Blomen”.

14.11.–19.11.2014 GESCHICHTUNGEN

14.11. – 19.11.2014
GESCHICHTUNGEN
Gabriele Schwark

Gabriele Schwark transponiert fotografische Motive in unterschiedlichste „Tonarten“. Mittels Schichtung visueller Fragmente verwandelt sie ihr Material zu fiktiven Erzählungen, deren Dramaturgie geleitet wird vom Ausgangsstoff her. Abstraktionen sind die Fortsetzung ihres Experiments mit der bildnerischen Narration.

Videos ausgewählter Kurzfilme der Hamburger Medienkünstlerin begleiten die Ausstellung, deren Originale auf 35mm und 16mm Film  produziert worden sind.  Auch ihnen gemein ist das Instrument der Überlagerung. Als Erzählmittel dienen hier die Montage von Fotografie, Film, Malerei und deren Verwebung mit Sprache, Klang und Musik.

Der Arbeitsschwerpunkt von Gabriele Schwark liegt auf Fotografie und Experimentalfilm im Spannungsfeld zwischen analogen und digitalen Techniken. Ihre Kurzfilme Ruthless May, Vita, Werkstatt Ehrlich, Vlado Vlado, Memoria, Wellen ohne Wind wurden mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet. Filmwerkschauen präsentierten u.a. die Hamburger Kunsthalle, das Edinburgh Filmfestival und das Internationale Filmfestival Rotterdam. Gabriele Schwark studierte Freie Kunst und Visuelle Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste Hamburg sowie an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Mehr unter www.gabriele-schwark.de .

GESCHICHTUNGEN
Gabriele Schwark
14.11. – 19.11.2014
Galerie Genscher/Park

OPENING: 14. November 2014, 19 Uhr

Mit Video-Projektion, 20 Uhr:

Schiffbruch (35mm Produktion/Farbe/~ 9min/2012)
Taubentage (16mm Produktion/Farbe/2.5min/2002)
Wellen ohne Wind (35mm Produktion/Farbe/6.5min/2001)
Memoria
(35mm Produktion/Farbe/3min/1999)ÖFFNUNGSZEITEN DER AUSSTELLUNG:
15. + 16. November 14–16 Uhr
18. + 19. November 16–18 Uhr
Und nach telefonischer -> Vereinbarung
 
Galerie Genscher/Park, Millerntorplatz 27–48, Hamburg (U3 St. Pauli) am südlichen Eingang zu den Großen Wallanlagen/Planten un Blomen.
 
Link zum Lageplan -> hier

Mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturbehörde Hamburg, in Kooperation mit „Planten un Blomen“.

Einladung + Text: Franzeska Leoni