PROBLEMS WITH PROBLEMS

PHILIPP ACKERMANN, SEBASTIAN SEVERIN, CHRISTOPH WÜSTENHAGEN

Eröffnung: 13.08.2010 19Uhr Ausstellungsdauer: 14.08.2010 – 20.08.2010 Öffnungszeiten: Di. – So. 16 – 20 Uhr

Künstlergespräch Dienstag den 17.08.2010 um 11Uhr

Kunst machen heißt manchmal: Ich baue mir ein Problem. Oder besser: Wenn ich keine Probleme habe, hole ich sie mir bei dir.

-Grundsätzlisch könnte man sagen: mein schlimm ist dein schlimm. Wenn Gedanken, die man sich macht, wenn man zu dritt eine Ausstellung plant, klar und übersichtlich wären, dann wäre das uns zu langweilig. Ein Gedanke ist am schönsten, wenn er sich in Bereichen sieht, in denen man sich noch nicht so gut auskennt. Man hat sich was überlegt, und man kann noch nicht sagen ob das gut ist oder funktioniert.

– Bitte was?

Also uns geht es da so ein bisschen um die „Philosphie des Problems“ („Philosophenproblem“ (Edsger Wybe Dijkstra)) bzw. um die Thematik des sich-selbst-Luxus-Probleme-schaffens.

Wir haben ja genug davon auf der Welt, aber im Grunde hat ja doch alles miteinander zu tun.

Schwimmen und Schlingern beim Denken! Oh mein Gott, wie komme ich da jetzt wieder raus!?

Grundsätzlich (Grillparzer) könnte man sagen (auch): dein Wort in meiner Nase. Kaugummi im Haar. Zigarettenstummel in der Jackentasche. Dein Problem ist mein Problem.

Ja, also ich sehe das ein bisschen so wie mit meiner Theorie der „Effizienzmaschine“ (Deutschland), wo alles glatt läuft, wie am Schnürchen und alle Ampeln gleich aussehen. Schöne Handys mit Farbdisplay und Turnschuhe. Der geometrische Superman. Und das soll in der Kunst nicht so sein. Da könnte ich auch mal stolpren und ne’ weile liegen bleiben. Ich liege also da und denke: „Hmm- gar nicht mal so schlecht. Die Welt ist Kaputt wenn sie gerade hängt“.

Man stelle sich folgende Situation vor: Man macht etwas beim anderen, man spürt so ein Impuls, und man weiß noch nicht ob das wirklich witzig ist, bzw. das beim anderen so ankommt. Aber man macht das trotzdem erst mal! Und dann muss der andere auch wieder was machen. Am besten etwas, von dem er noch nicht so genau weiß ob das jetzt angebracht ist und der Situation entspricht. Und man wirft sich Bälle zu, aber so in Bereichen, wo man nicht so gut fangen kann – Oder probiert es gleich mit Medizinbällen.

Man, man, man.