2.10.2013 ~ 20h „Anstehende Räumung – heute vorgesehen“

„Anstehende Räumung – heute vorgesehen“
Eine filmische Vor-Ort-Installation von Christoph Rauch

Mittwoch, 2. Oktober 2013, 20h
Plateau der Galerie Genscher
Laeiszstr. 18, 20357 Hamburg

Ermöglicht durch die neue Präsentationsform des Genscher Plateaus gelingt es, ein anonymes, fragmentarisches Filmfundstück am Ort seines Entstehens vorzuführen (ca. 15 Min., geloopt). Zu sehen ist der Versuch, die Situation in der Laeiszstraße 18 vor rund 25 Jahren, genauer vom 16.03.1989, filmisch zu dokumentieren. Es war der Tag einer angekündigten Räumung der besetzten Häuser auf diesem Grundstück. Entdeckt, transkribiert und erstmals vorgestellt wurde das Filmfragment „Anstehende Räumung Laeiszstraße“ im Rahmen der Arbeiten für das Projekt „Vorabend einer Platztaufe“ vor einem Jahr. Die aktuelle Präsentation reiht sich ein in die lose Folge „Griff ins Archiv“, die Franzeska Leoni für verschiedene Spielstätten der Galerie Genscher koordiniert.

Während des Screenings besteht Gelegenheit, sich in der benachbarten „Karoecke“ (Laeiszstraße/Ecke Marktstraße) über das Filmfragment und die Geschichte des Grundstücks auszutauschen. Christoph Rauch wird vor Ort sein und weiteres Material dabei haben.

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Dank an SterniPark.

27.09.2013 ~ 20:30h Mondo Casa II

27.09.2013 ~ 20:30h

Mondo Casa II
Mathis Menneking, 27 Min.

27 Minuten spektakuläre Szenen aus meinem Leben. Der Film ist eine Hommage an Mondo Cane. In Gibberisch, einer Sprache, die es nicht gibt…und in Lettisch, einer Sprache, die ich nicht verstehe….

Plateau der Galerie Genscher,
Laeiszstr. 18, 20357 Hamburg
presse@galerie-genscher.com

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Danke an SterniPark.

20.–28.09.2013 „SELBWALA BEAST“ KUNSTVEREIN ZU ROSTOCK SEIT 1841

Die Galerie Genscher ist mit der Ausstellung „Selbwala Beast“ vom 20.- 27. September im Kunstverein zu Rostock zu Gast.

Es stellen aus:

Roman Barkow
Benni Bo
Daniel Caleb Thompson
Nadine Droste
Lukasz Furs
Miss Hawaii
Michael Heering
Tim Kaiser
Björn Last
Mark Matthes
Mathis Menneking
Hefftichkeit 2000
Lennart Muenchenhagen
Vanessa Nica Mueller
André Mulzer
Kadeem Oak
Arthur Oleszczuk
Fion Pellacini
Tobias Peper
Leyla Rodriguez
Oliver Ross
The Special
Matthias Santiago Stähle
Cristian Straub
Tillmann Terbuyken
Sung Tieu
Cathrin Ulikowski
Frederick Vidal
Karsten Wiesel
Nina Wiesnagrotzki

Der Titel „Selbwala Beast“ verweist auf die Kehrseiten einer hochindividualisierten Gesellschaft. Der freie Wille des Menschen, die Selbwala, welche die Menschheit einst aus der Tyrannei der Fürsten befreite, zwingt den Menschen heute, sich stets individuell neu zu erfinden. War in der Standesgesellschaft der Begriff Individuum noch durch die Geburt bestimmt, muss sich das Individuum der modernen Gesellschaft seine Rolle selbst kreieren, um sich als individuell behaupten zu können. Die Gruppe der an dieser Ausstellung beteiligten Künstler definiert sich nicht als Kollektiv. Die Künstler wurden von den Kuratoren eingeladen, unabhängig davon, ob die jeweiligen Arbeiten miteinander harmonisieren oder sich diese thematisch aufeinander beziehen. Die Ausstellungsgestalt folgt letztlich dem Chaos-Prinzip. Künstler und Werke stehen jeweils für sich. Malereien oder Mixed Media Werke befinden sich neben Filmen, Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen, Installationen oder Performances. Eine explizite In-Bezug-Setzung der Werke ist nicht vorgesehen. Trotzdem werden sich zwangsläufig Sinnhorizonte zwischen den Werken auftun. Im Zentrum – zwischen den Zeilen – steht das Beast.

http://www.kunstverein-rostock.de

„SELBWALA BEAST“
OPENING: 20.09.2013, 19h
21.–28.09.2013

Galerie Genscher Groupies
Kunstverein zu Rostock
Galerie Amberg 13
Amberg 13
18055 Rostock

15.09.2013, 20h Jens Huckeriede Filmnacht

Das Plateau der Galerie Genscher in der Laeiszstraße 18 zeigt am Sonntag, den 15.09.2013 ab 20h die drei Filme des Hamburger Filmemachers Jens Huckeriede:
„B E T H H A C H A J I M – HAUS DES LEBENS“, „return of the tüdelband“ sowie „ab nach Rio“.

1.
B E T H H A C H A J I M
HAUS DES LEBENS

Ein Fragment von
Jens Huckeriede
thede filmproduktion 1994, 56 Min., Beta SP, Farbe

Im April 1992 kamen ultra-orthodoxe Juden der Athra-Kadisha nach Hamburg, um gegen die endgültige Zerstörung des jüdischen Friedhofs in HH-Ottensen zu demonstrieren. Der Friedhof, (von den Nazis zerstört und 1953 mit einem Kaufhaus bebaut) sollte mit einem neuen Einkaufszentrum und dazugehörigen Tiefgaragen bebaut werden. Bei einer Platzbegehung fanden Mitglieder der Athra-Kadisha Knochen der Begrabenen.

Der Film dokumentiert die Auseinandersetzungen um die Neubebauung im Jahre 1992

2.
„return of the tüdelband“ Gebrüder Wolf Story

Ein Film von Jens Huckeriede

35mm, 81,30 Min., Farbe, Dolby SR. D. 2003, thede filmproduktion

HAMBURGS HEIMLICHE HYMNE

HipHop und Hamburger Schule. Folk und Techno-Beats. Texte dazu, die den Kopf nicht mehr verlassen, poetisch, humorvoll und in ihrer schlichten Sprache oft voller Wahrheiten über das Leben. Der Film „return of the tüdelband“ führt über aktuelle Musik hinein in die deutsch-jüdische Geschichte: Der junge HipHopper Dan Wolf bricht in San Francisco auf, um Lebenszeichen seiner Vorfahren in Hamburg zu suchen. Die Gebrüder Wolf traten in den 10er und 20er Jahren des letzten Jahrhunderts in den Amüsierbetrieben rund um die Reeperbahn auf. Sie wurden so erfolgreich, daß ihnen bald das Operettenhaus gehörte und sie ihre Künste international darboten: Stimmungsmusik mit frechen, teils schlüpfrigen Texten waren ihre Spezialität. In den Revuen müssen die Wolfs das Publikum mit theatralischer Ironie und deftigen Zoten in heiterste Stimmungen versetzt haben und die schnoddrige Hamburger Mundart ihrer Stücke trug dazu bei, dass sie zu Publikumslieblingen wurden: das Tüdelband-Lied ist bis heute Hamburgs heimliche Hymne.

3.
„ab nach Rio“

Die Akte Guggenheim
Eine Re-Konstruktion der Erinnerung

In dem Haus Rothenbaumchaussee 121 lebte bis 1938 Wilhelm Guggenheim
mit seiner Frau Herta und 3 Kindern. Nach dem Verkauf des Hauses zog die
Familie in eine Pension in der Hallerstraße. Im Jahr 1939 sahen sich die Eltern
gezwungen, die beiden jüngsten Kinder in Sicherheit zu bringen – mit dem letzten
Kindertransport gelangten sie so nach England.

Wilhelm Guggenheim floh mit seiner Frau Herta und dem ältesten Sohn Fritz im März 1941
nach Rio de Janeiro, Brasilien. Seit ihrer Flucht sind die Guggenheims in Hamburg vergessen
– zurück blieb eine Akte im Staatsarchiv und ein Haus, das seine Identität verlor.
In dem Film geht es um die Suche nach neuen Formen der Erinnerung, einen kontinuierlichen
Prozess zur Schärfung der Wahrnehmung für das Abwesende.

15.09.2013, 20h
Jens Huckeriede Filmnacht
Plateau der Galerie Genscher
Laeiszstr. 18
20357 Hamburg

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg