03.10.–14.10.2020
Babak Sadaghian
„Iran Shopping Mall“

„Iran Shopping Mall“, Fotografie, Babak Sadaghian, 2018

„Iran Shopping Mall“
Babak Sadaghian
Gast: Arash Sadaghian

Dokumentarfotografie, fotografischer Dialog

In den dokumentarischen Untersuchungen Babak Sadaghians geht es um eine beobachtete Konfrontation von Orient und Okzident in den Einkaufszentren von Tehran. Dem gewöhnlichen Konsumenten bleibt diese meist verborgen. Während das sog. iranische „Mullah-Regime“ im Laufe der letzten vier Jahrzehnte seiner Existenz unterschiedliche Maßnahmen gegen jeglichen Einfluss der westlichen Kultur auf die Bevölkerung ergriffen hat, zeigen die Machthaber eine auffallende Schwäche gegenüber Konsumismus, der als eines der Hauptprodukte der neuen herrschenden westlichen Kultur interpretiert werden kann. Bei der Aufnahme der Bilder zielte ich auf die Veranschaulichung zweier Paradoxe, wobei das eine dem Konsumverhalten der Passagenspaziergänger innewohnt und als ein Widerspruch des Glaubenssystems und einer Orientierungslosigkeit angesehen werden kann, die zwischen zwei Weltanschauungen eingeklemmt sind; und das andere sich bei den Machthabern deutlich macht, die einerseits von dem Warenimport profitieren wollen und andererseits eine Gefährdung der eigenen Macht, die in den religiösen Glauben bzw. Traditionen der Bevölkerung ihre Wurzeln hat, zu verhindern versuchen. 

Babak Sadaghian, geboren im Dezember 1994 in Teheran, ansässig in Hamburg, Deutschland seit Mai 2018. Im Iran studierte ich Fotografie und beschäftige mich vor allem mit Street Photography. Im Laufe des Studiums habe ich meine Vorliebe für Geisteswissenschaften entdeckt und den Entschluss gefasst, zum Zweck des Studiums im Bereich der Geisteswissenschaften auszuwandern. Seit Oktober 2019 studiere ich Geschichte und Sprachwissenschaften an der Universität Hamburg. 

03.10.–14.10.2020
„Iran Shopping Mall“
Babak Sadaghian

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg