18.11.–23.11.2020
Rosh Zeeba und Joscha X Ende
„CIRCLUS Queer sights through the looking glass Hosted by Haus of Xhaos“

Rosh ZeebaVideo. Performance. Multimedia Installation. Film. https://vimeo.com/user4943778

CIRCLUS Queer sights through the looking glass Hosted by Haus of Xhaos
Haus Of Xhaos ist ein Performance Projekt von Rosh Zeeba und Joscha X Ende.In der Reihe Circlus laden sie queere, performative Positionen zum Kollidieren und Umstülpen ein. 
„Oh, Maria Montez! Give socialistic answers to our rented world“ .- Jack  Smith„Das Wort Circlusion (…) ermöglicht uns, über manchen Sex anders zu sprechen. Es wird benötigt, weil das Elend der Penetration noch immer das heteronormative Imaginäre regiert und – als wäre das nicht schon genug – das queere Imaginäre noch dazu. Das lässt sich im Mainstreamporno sehen, aber auch bei BDSM und Postporn. Fast unangefochten fungieren Dildo oder Penis* als praktische Zeichen von Macht.“ – Bini Adamczak

CIRCLUS Queer sights through the looking glass Hosted by Haus of Xhaos
Haus Of Xhaos is a performance project by Rosh Zeeba and Joscha X Ende. In the Circlus series, they invite queer, performative positions to collide and reverse.

„Oh, Maria Montez! Give socialistic answers to our rented world“ .- Jack  Smith“ The word circlusion (…) enables us to speak differently about some sex. It is needed because the misery of penetration still rules the heteronormative imagination and – as if that wasn’t enough – the queer imagination. This can be seen in mainstream porn, but also in BDSM and post porn. Almost unchallenged, the dildo or penis * act as a practical sign of power. “ Bini Adamczak

Rosh Zeeba ist in Teheran geboren und im Ruhrgebiet aufgewachsen. Sie studierte angewandte Theaterwissenschaften in Gießen und studiert im Master Film bei Robert Bramkamp an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Ihre szenischen Installationen waren in Hamburg u.a. im MOM-Art Space und in der Galerie Linksrechts bei Einzelausstellungen zu sehen. 

https://roshzeeba.com

Die Joscha Hendrix Ende Studierte Kommunikationswissenschaften in Duisburg und arbeitet seit 2005 als freie Künstler*in in Hamburg, Leipzig und dem Ruhrgebiet. Ihre Kunst bezeichnet sie als „Neuro*transverse Performation“. 2017 war sie mit ihrer Performance-Reihe „Anti-Identitäre Aktion“ Resident*in auf Kampnagel. 

https://jxen.de

18.11.–23.11.2020
„CIRCLUS Queer sights through the looking glass Hosted by Haus of Xhaos“
Rosh Zeeba und Joscha X Ende

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg.

23.10.–25.10.2020
„I Believe In You (backwards)“
Ben Oyefeso

„I Believe In You (backwards)“
Ben Oyefeso

Rückwärtsbotschaften (englisch Backmasking, Backward Messaging oder Backward Masking) sind beabsichtigte oder vermeintliche Sprachbotschaften auf Tonträgern (Vinyl-Schallplatten, Tonbändern, Audio-CDs und Audio-Dateien), die in rückwärtiger Richtung gespeichert sind und beim Abspielen in der üblichen Richtung keinen oder einen anderen Sinn ergeben. Rückwärtsbotschaften lassen sich entziffern, indem der Tonträger entgegen der vorgesehenen Richtung abgespielt wird.


Oyefeso beschäftigt sich in seinem experimentellen Musikkunstwerk mit Rückwärtsbotschaften. Neben semantischen Neubildungen sprachlicher Musikereignissen, konzentriert sich Oyefeso in seinen Experimenten auf das Erleben von Zeit tonaler Erscheinungen.


Neben seinem musikalischen Werk, dass er performativ vortragen wird, zeigt Oyefeso eine Reihe von Bild- und Textcollagen aus den letzen Jahren. Ausgehende von zeitgenössischen Printmedien, alten Lexika kreiert Oyefeso Images subjektiv erlebter Identität.

23.10.–25.10.2020
Opening: Fr. 23.10.2020, ab 19:30 Uhr
Finissage: So. 25.10.2020, ab 16:00 Uhr
„I Believe In You (backwards)“
Ben Oyefeso

Galerie Genscher
Trägerverein Marktstrasse 138 e. V.
Marktstrasse 138, 20357 Hamburg
https://galerie-genscher.com/

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03.09.– 09.09.2020
Sandra Groll
„Unity of difference: certain uncertainty

„Object No.3“, Wandobjekt, Sandra Groll, 2013 

Die Objektreihe ‘Unity of Difference’ besteht aus verschiedenen Wand- und Raumobjekte, die das Formenkalkül des Mathematikers George Spencer Brown auf eigene Art interpretieren. Sie verstehen sich gleichzeitig als Gebrauchs- und Wissensobjekte, die die gebräuchlichen Kategorisierungen unterlaufen.

Sandra Groll
*1978
Gestalterin & Designwissenschaftlerin. Sie studierte Produktdesign, sowie Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Mitglied im BIRD – Board of International Research in Design des Birkhäuser Verlags und Mitherausgeberin der gleichnamigen Reihe. Von 2016 bis 2018 war sie Vertretungsprofessorin für Theorie und Praxis der Gestaltung an der Kunsthochschule Kassel.

http://www.sgroll.de

03.09.– 09.09.2020
Opening: 03.09.2020, 19:00 Uhr
„Unity of difference: certain uncertainty“
Sandra Groll

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

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03.12.–06.12.2020
Niko Koelen
„Das Erleben als Erleben von Erleben“

Niko Koelen

Das Erleben als Erleben von Erleben
Symposium


In einer fortwährenden Auseinandersetzung mit den Grundfragen der Philosophiegeschichte untersuchen wir forschend die Verhalte des Schauens – bezüglich seiner Gegenstände, seiner Mittel, und seiner eigenen Charakteristik. Dieses Jahr legen wir einen Schwerpunkt auf eine besondere Art des Erfahrens: die sogenannte außersinnliche Wahrnehmung, ein Phänomen aus dem Umkreis der höchst bemerkenswerten Wissenschaft von der Parapsychologie, deren schiere Exotik in keiner Weise den Inhalten Gerecht wird, die man dort zusammengetragen hat. Wir wollen über die Thematisierung von Grenzerfahrungen wie Telepathie, Hellsehen, Spökenkiekerei und den sprichwörtlichen  „Stimmen von Drüben“ bemerken, was uns möglicherweise entgangen ist – sowohl an reinstem Welträtsel der erstaunlichsten Art, wie auch an möglichen Konsequenzen für ein metaphyisches Weltbild, das in der Lage ist, solche Möglichkeiten des Erlebens aufzunehmen und sinnvoll zu deuten. Dazu wollen Fachvorträge und Forschungsberichte hören, spezielle Gäste empfangen und künstlerische Positionen ins Gespräch einbeziehen; jedoch auch dem ganz einfachen Wunsch nach Wissen und der Liebe zur Philosophie gerecht werden.

Nikolas van der Koele,

*1980,

hat Mathematik und Philosophie studiert, um sich den großen Fragen zu stellen. Philosophische und Meta-Wissenschaftliche Fragestellungen in verschiedenen Kontexten zu entwickeln und zur Diskussion zu stellen ist das Anliegen einer Berufung im Sinne einer fröhlichen Wissenschaft, die ästhetische Positionen als gleichwertigen Beitrag zu theoretischer Arbeit aufnimmt und einbezieht.

03.12.–06.12.2020
„Das Erleben als Erleben von Erleben“
Niko Koelen

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

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Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

16.02.2020
Wellen und Felder
ein Themenabend zum Theremin

Ganz zu Anfang der Musik aus Strom findet sich ein merkwürdiger Apparat des russischen Erfinders Leon Theremin, der die kreative Manipulation von eletrischen Signalen durch Steuerspannungen – die Grundlage der elektronischen Musik – in gewisser Weise auf den Punkt bringt. Über und mit diesem heutzutage exotischen Tonerzeuger, dessen charakteristischer Klang doch jedem vertraut ist, wird man uns uns an diesem Abend mancherlei zu Gehör bringen: von Entwicklung und Geschichte über die technischen Grundlagen und Standards der Theremin-Literatur bis hin zu einschlägigen Anekdoten und Eigenkompositionen ist alles dabei, was zu einer gründlichen Befassung gehört. Im Gespräch werden wir zudem Gelegenheit haben weitere Fragen zu stellen. Hierzu begrüßen wir die Musikerin Trautonia Capra, die sich seit Jahrzehnten ausgiebig mit dem Instrument beschäftigt.

– Niko Koelen

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

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29.02.2020, 19 Uhr
Musik Abend:
Die blühenden Landschaften

Die blühenden Landschaften sind ein dezentrales Künstlerkollektiv aus Erfurt und Weimar und Leipzig und Berlin.

Wir arbeiten gerade an einem ersten Konzertfilm. Wir verbinden Noisemusik mit Kabarett und Ausdruckstanz.

Gerade befinden wir uns im Urschlamm unseres Debütalbums, das sich mit Faschismus, Schlagermusik und dem Ende der Welt auseinandersetzt. Wir sind ein Freundeskreis, der sich eingestanden hat, dass man immer performt.

Auf der Bühne, Backstage, beim Aufbau, im Zug, im Proberaum, im Raucherzimmer, allein vorm Spiegel. The Performance never stops.

Wir zeigen den Mensch als Karikatur, denn alle Menschen sind Karikaturen ihrer selbst. Wir versuchen, unsere Rollen in den Landschaften verschwinden zu lassen.

Auf unserem ersten Cover sieht man Hannelore Kohl ein Reh mit Gras füttern, im Hintergrund steht ihr Mann.

Wir sind abwaschbar.

Vorband:

No.2
Generaction Five (with Pachet Flumen an der Stange)
DJ Dr. Genscher

Kommt vorbei, es wird legendär!

29.02.2020, ab 19:00 Uhr
Musik Abend
Die blühenden Landschaften
Galerie Genscher
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https://galerie-genscher.com/
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Trägerverein Marktstrasse 138 e. V.
Marktstrasse 138, 20357 Hamburg
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Anfahrt U2 Messehallen oder U3 Feldstrasse
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Mit freundlicher Unterstützung der Kulturbehörde Hamburg

5.1.2020
Siegfried Kärcher
T(r)ANZ4MATION II

Siegfried Kärchers T(r)ANZ4MATION II

Fortsetzung von
Siegfried Kärcher spielt „T(r)anz4mation“ live am 30.6.2018 in der Galerie Genscher Hamburg.

Während die ersten Ambientflächen vom Jupiter erklingen, füllt sich der Galerieraum mit Schwingungen.
Die Musik verdichtet sich und transformiert uns mitten in der Galerie in eine Unterwasserwelt.
Jetzt Energie! 101 und 303 laden zum Tanz. Die 808 und 909 trommeln… Tanz4mation!
Siegfried Kärcher lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Der 1974 geborene Künstler wurde in die Zeit der Heimcomputer geboren und schon früh mit dem Virus der elektronischen Musik infiziert.
In Hamburg spielte er zuletzt Experimentelles im Congress Centrum beim 33c3 des Chaos Computer Clubs und Techno bei den Kranichen unter den Elbbrücken. „T(r)anz4mation“ hingegen ist mehr eine auf den Ort Galerie Genscher inszenierte Klangreise, die mit ruhigem Ambient startet und über Trance zum Tanz der Maschinen aufheult…
Die Fortsetzung…
https://galerie-genscher.com/2018/06/tranz4mation/

www.siegfried-kaercher.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Kärcher

Galerie Genscher
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02.06.2019
19:00 Uhr
Antifantasia – Ausflüsse und Zirkelschlüsse
eine szenische Lesung mit
Die Joscha Hendrix Ende

Antifantasia – Ausflüsse und Zirkelschlüsse
eine szenische Lesung mit Die Joscha Hendrix Ende

,Alles Kanten außer Antifantasia!‘ – so beschreibt sich die neueste Erfindung antifaschistischer Vorfeldarbeit und erhebt Unverfänglichkeit zum Motto. Neurodivers, transsexuell und reflexiv-autoerotisch liest und spielt die Künstler*in Die Joscha Hendrix Ende Texte aus dem streng materialistischen Paralleluniversum von Antifantasia.

Antifantasia sucht z.B. nach der Bedeutung von Arbeit mit Zeichen für antifaschistische Handlungsweisen. Sie sucht nach der Militanz des Gesprächs, der Bürokratie des Kampfes und der Verzweckung des Unerklärbaren und stellt die Frage: Wie können wir verfügbar machen, wofür wir nur Bilder und bislang keine Begriffe haben?

Die Joscha Hendrix Ende ist ein queerkommunistische Künstlerin aus dem Ruhrgebiet, die zur Zeit in Hamburg, Leipzig und Essen wohnt. Seit 2001 hat sie von HipHop über Kabarett über Straßentheater zu Performance und Noise-Musik alles mal angefasst. Die letzten 5 Jahre arbeitete sie zum Thema „NO ID – Anti Identitäre Aktion“ in der Absicht auch die verschwurbelsten Selbstinszenierungen dieser Nazi-Truppe auf ihren rassistischen Boden zu verweisen – mit Kunst und trockener Begriffsarbeit.
Die radikale Kritik gesellschaftlicher Institutionen, sozialer Zuschreibungen, denkfauler Spalterei und erfahrungsresistenter Schlaumeierei ist ihre lustvolle Dauerschleife, die sie, stets im Stegreif bei jeder Gelegenheit unter die Leute bringt. Sie ist Gründerin des „Denkodrom – Forum für Trans*vangarde“, macht Podcasts (Queercommunist fm) und schreibt so schnell, wie sie spricht.

https://www.jxen.de

https://facebook.com/Antifantasia-966261693570474

https://www.facebook.com/events/416330859161731/

Antifantasia – Ausflüsse und Zirkelschlüsse
eine szenische Lesung mit Die Joscha Hendrix Ende
02.06.2019, 19:00 Uhr

Galerie Genscher
Marktstraße 138
Karolinenviertel, Hamburg
https://galerie-genscher.com

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien der Freien- und Hansestadt Hamburg

27.-28.10. 2018 PEACHES mit Rosanna Graf, Magdalena Los, Signe Raukjaer Holm, Sophie Schweighart, Paula Erstmann, Lisa Klosterkötter

 

27.-28. Oktober 2018

Samstag, 27. Oktober
17 Uhr Vortrag „Peaches“, Lisa Klosterkötter
Ab 18 Uhr Künstlerische Beiträge von Rosanna Graf, Signe Raunkjaer Holm und Sophie Schweighart
mit „Essen zur Kunst“ von Paula Erstmann
 
Sonntag, 28. Oktober
16 – 20 Uhr Künstlerischer Beitrag, Magdalena Los
mit „Essen zur Kunst“ von Paula Erstmann

Die Frucht als Attribut für Weiblichkeit, Fertilität, Lust und Sünde, steht nach jahrhundertealter Ikonographie und einigen verstaubten, biblischen Erinnerungen jüngst in der zeitgenössischen Kunst hoch im Kurs. Granatapfelkerne, tropfende Grapefruits, angebissene Erdbeeren, zerfließende Pfirsiche, in den sozialen Netzwerken bekommt der Begriff „Food Porn“ durch blutjunge Künstlerinnen-Positionen ein neues, kreatives und politisches Gesicht. 

16.08.2018
INTER_SECTIONS #5: MAPPING QUEER*FEMINIST ART PRACTICES am Do, 16.08.2018 um 19:30

5. Veranstaltung der Reihe
INTER_SECTIONS: MAPPING QUEER*FEMINIST ART PRACTICES
am Do, 16.08.2018 um 19:30
Eva Egermann (Crip Magazine, Wien):
CRIP KÜNSTLERISCHE AGENCY. VISUELLER AKTIVISMUS, CRIP MATERIALIEN UND KÜNSTLERISCHE PRAXIS

Our crip bravado reaches out like sun rays and emboldens those who need our swagger the most- those strangers to disability pride.
(Caitlin Wood, Criptiques)

Aus der Fragmentierung und dem brüchig Werden von Identität könne ein neues Verständnis gemeinsamen politischen Handelns entstehen, schreibt Donna Haraway: Affinität statt Identität. Affinität definiert sie dabei als „eine Beziehung auf der Grundlage von Wahl, nicht von Verwandtschaft, die Anziehungskraft einer chemischen Gruppe für eine andere Begierde“ (Haraway 1995). Es ginge darum, Räume zu schaffen, die nicht mit Handlungen auf der Grundlage natürlicher Identifikation oder medizinischen Klassifikationen gefüllt werden, sondern aufgrund eines gemeinsamen „anderen Begehrens, (…) bewusster Koalition, Affinität und politischer Verwandtschaft“ (Haraway 1995)

Die Bilder, die wir täglich sehen, bestimmen den Horizont dessen, was wir uns darüber hinaus vorstellen und ausdenken können. Frederic Jameson nennt es das „Politisch Unterbewusste“. Das „Crip Magazine“ versucht die Begrenzung am Horizont der Vorstellungswelt aufzumachen. Es operiert auf der Ebene der Kunst, Visuellen Kultur und des Imaginären. Es versammelt kulturelle Artefakte einer trans-historischen Crip (Sub-)Kultur und lehnt sich an die Haraway´sche Idee von Affinität und politischer Wahlverwandtschaft an. Die Beiträge beschäftigen sich mit Crip-Popkultur, -Kunst und radikalen sozialen Bewegungen, haben Schmerz zum Thema und eröffnen eine transformative Perspektive auf Body-Issues und körperliche soziale Beziehungen.

Die Perspektive zu ändern, ermöglicht alternative Lesarten und Repräsentationen. Die Präsentation widmet sich der Relevanz von alternativen Darstellungen und diskutiert das Zeitschriftenprojekt als Beispiel einer transformativen kulturellen Praxis sowie Denk- und Erfahrungsraum in Richtung möglicher Queer-Crip Zukünftigkeiten.

Crip Magazine Online: http://cripmagazine.evaegermann.com/ueber-crip-magazine/

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Eva Egermann ist Künstlerin und lebt in Wien. Sie arbeitete in verschiedenen Medien und Kollaborationen (wie z.B. der Manoa Free University oder der Gruppe Girls on Horses) an künstlerischen Projekten, Publikationen oder Ausstellungen. Egermann lehrte an Hochschulen in Wien, Linz, Luzern und Innsbruck und war Teil der Forschungsgruppe von „Model House. Mapping Transcultural Modernisms“. In recherche-basierten künstlerischen Projekten beschäftigt sie sich mit Aneignungen, Sozialen Bewegungen und Popkulturen, die mit Krankheit und Behinderung zu tun haben. Verschiedenste Materialien finden sich in ihren Projekten wieder, reinszeniert, überarbeitet, zum Beispiel in Form des Crip Magazin, das sie herausgibt.

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Inter_Sections: Mapping queer*feminist art practices ist eine fünfteilige Veranstaltungsreihe zu zeitgenössischen queer*feministischen Kunstpraktiken in der Galerie Genscher. Von April bis August 2018 laden wir jeweils einmal im Monat Theoretiker*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen ein, mit uns gemeinsam über künstlerische Praktiken zu sprechen, die Geschlecht und die damit verbundenen Zuschreibungen thematisieren, hinterfragen und/oder aufbrechen. Inter_Sections fungiert dabei als offener Diskussionsraum, der allen zugänglich ist und zu einer Vernetzung zwischen Künstler*innen, Theoretiker*innen, Aktivist*innen und Studierenden einlädt.

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel
U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

Mit freundlicher Unterstützung des Fachbereichs Kulturwissenschaften der Universität Hamburg, des Zentrums GenderWissen und der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.

19.07.2018, 19:30h
INTER_SECTIONS: MAPPING QUEER*FEMINIST | ARTIFIZIELLE ANGRIFFSFLÄCHEN. LOVELETTER TO PORCELAIN ODER NOTIZEN AUS DER KÜNSTLERISCHEN FORSCHUNG ZU MATERIALITÄT, FASHION & GENDER

4. Veranstaltung der Reihe
INTER_SECTIONS: MAPPING QUEER*FEMINIST ART PRACTICES
am Do, den 19.07.2018, 19:30
Galerie Genscher, Markstr. 138

Wiebke Schwarzhans (HFBK Hamburg):
ARTIFIZIELLE ANGRIFFSFLÄCHEN. LOVELETTER TO PORCELAIN ODER NOTIZEN AUS DER KÜNSTLERISCHEN FORSCHUNG ZU MATERIALITÄT, FASHION & GENDER

Ausgehend von der Dada-Künstlerin Hannah Höch und ihrer Auseinandersetzung mit Modemagazinen der Moderne, beschäftigt sich der Talk mit möglichen Strategien feministisch-künstlerischer Zugriffe auf Konsumkultur in ihrer Verwobenheit mit impliziten Genderdynamiken. Codierungen von Materialitäten, wie Textil und Keramik, werden in den Blick genommen – wie können vergeschlechtlichte Konnotationen als artifizielle Angriffsflächen inszeniert und (wieder) angeeignet werden? Als Angriffsflächen bzw. Reibungspunkte für eine Auseinandersetzung zwischen Materialität, künstlerischer Forschung und feministischer Modetheorie. Diese Frage beschäftigt mich auch in meiner eigenen künstlerischen Praxis, aus der ich einige Arbeiten zeigen werde. – Und einen Loveletter to Porcelain.

***

Wiebke Schwarzhans studierte Bildende Künste und Kunsttheorie sowie Psychologie und Gender Studies in Hamburg und Wien. Seit 2016 künstlerisch-theoretische Promotion mit dem Arbeitstitel „Artifizielle Angriffsflächen. Feministische Perspektiven auf die Ambivalenz von Modephänomenen in der zeitgenössischen Kunst“ bei Prof. Dr. Hanne Loreck und Prof. Jeanne Faust an der HFBK Hamburg. Ihre Schwerpunkte sind Spiegel- und Oberflächenphänomene, Psychoanalyse, feministische Theorien, Modetheorie sowie modische Artikulationsformen. Von 2013 bis 2018 im kuratorischen Team der Ausstellungsreihe „Folgendes“ aktiv, führte sie Artist Talks und ist Herausgeberin der „Folgendes“-Publikation Bewegungsformen (Materialverlag 2016). Sie arbeitet projektbezogen und medienübergreifend. Aktuell erkundet sie Referenzen auf Reitsport in High Fashion Accessoires sowie die Materialität von Porzellan bis hin zu dessen brüchigen Grenzen. Sie ist Promotionsstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung.

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Inter_Sections: Mapping queer*feminist art practices ist eine fünfteilige Veranstaltungsreihe zu zeitgenössischen queer*feministischen Kunstpraktiken in der Galerie Genscher. Von April bis August 2018 laden wir jeweils einmal im Monat Theoretiker*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen ein, mit uns gemeinsam über künstlerische Praktiken zu sprechen, die Geschlecht und die damit verbundenen Zuschreibungen thematisieren, hinterfragen und/oder aufbrechen. Inter_Sections fungiert dabei als offener Diskussionsraum, der allen zugänglich ist und zu einer Vernetzung zwischen Künstler*innen, Theoretiker*innen, Aktivist*innen und Studierenden einlädt.

4. Veranstaltung der Reihe
INTER_SECTIONS: MAPPING QUEER*FEMINIST ART PRACTICES
am Do, den 19.07.2018, 19:30
Galerie Genscher, Markstr. 138
Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel
U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 SternschanzeMit freundlicher Unterstützung des Fachbereichs Kulturwissenschaften der Universität Hamburg, des Zentrums GenderWissen und der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.

30.06.2018, 20:00 Uhr T(r)anz4mation

Siegfried Kärcher spielt „T(r)anz4mation“ live am 30.6.2018 in der Galerie Genscher Hamburg.
Während die ersten Ambientflächen vom Jupiter erklingen, füllt sich der Galerieraum mit Schwingungen.
Die Musik verdichtet sich und transformiert uns mitten in der Galerie in eine Unterwasserwelt.
Jetzt Energie! 101 und 303 laden zum Tanz. Die 808 und 909 trommeln… Tanz4mation!
Siegfried Kärcher lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Der 1974 geborene Künstler wurde in die Zeit der Heimcomputer geboren und schon früh mit dem Virus der elektronischen Musik infiziert.
In Hamburg spielte er zuletzt Experimentelles im Congress Centrum beim 33c3 des Chaos Computer Clubs und Techno bei den Kranichen unter den Elbbrücken. „T(r)anz4mation“ hingegen ist mehr eine auf den Ort Galerie Genscher inszenierte Klangreise, die mit ruhigem Ambient startet und über Trance zum Tanz der Maschinen aufheult.

www.siegfried-kaercher.de
www.galerie-genscher.com

T(r)anz4mation
30.06.2018, 20:00 Uhr
Im Rahmen der Reihe: The Bear, The Elephant And The Lion.
Mit einführenden Worten von Niko Koelen.

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

21.06.2018, 19:00 Uhr INTER_SECTIONS: MAPPING QUEER*FEMINIST ART PRACTICES

Joke Janssen (HFBK Hamburg):
SICH-HALTEN AUF DER LINIE. ORTE DER AUSDEHNUNG SCHREIBEN

 

Trans*, non-binary, mixed-race, genderqueer, multinational, bi oder anders „irgendwie dazwischen“. Viele unserer Lebensrealitäten sind auf dem Papier ein Übergangsstadium, können nur gefasst werden als Entweder-Oder oder Weder-Noch, sie sind ein Platz zwischen den Kästchen zum Ankreuzen oder sie sprengen die Auswahl. Wir müssten uns entscheiden: Ein Pass, ein Geschlecht, eine Zugehörigkeit bitte, wenn es geht.

Mein Vortrag ist ein Versuch, sich genau im Dazwischen zu positionieren und es damit zu einem eigenen Raum zu erklären. Ein Versuch, auf der Linie zu laufen, auf der Grenze zu balancieren. Es wird darum gehen, gemeinschaftlich den Blick zu wenden, den Raum zu verschieben und eine Vorstellung und Sprache und Zuhören zu finden, in der die Linie, die Binaritäten trennt, zu einem Ort wird, an dem sich ein Aufenthalt gut anfühlen könnte.

***

Joke Janssen lebt und arbeitet in Hamburg und promoviert mit einer künstlerisch-wissenschaftlichen Dissertation zu Materialisierungen von trans*. In seinen Arbeiten zentriert si_er Zurichtungen der Körper und Subjekte und deren Verflechtungen mit ihrer jeweiligen Umgebung. Sein Aufenthaltsort sind die sich überlagernden Schnittstellen von Kunst, Wissen(schaft) und Aktivismus, wo er_ – gerne im Kleinkollektiv – nach Formen des gemeinsamen Handelns und widerständigen Scheiterns sucht. Joke identifies as a chaser of slowness.

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Inter_Sections: Mapping queer*feminist art practices ist eine fünfteilige Veranstaltungsreihe zu zeitgenössischen queer*feministischen Kunstpraktiken in der Galerie Genscher. Von April bis August 2018 laden wir jeweils einmal im Monat Theoretiker*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen ein, mit uns gemeinsam über künstlerische Praktiken zu sprechen, die Geschlecht und die damit verbundenen Zuschreibungen thematisieren, hinterfragen und/oder aufbrechen. Inter_Sections fungiert dabei als offener Diskussionsraum, der allen zugänglich ist und zu einer Vernetzung zwischen Künstler*innen, Theoretiker*innen, Aktivist*innen und Studierenden einlädt.

Weitere Termine (jeweils Do, 19:30, Galerie Genscher):

# 19.07. Wiebke Schwarzhans (HFBK Hamburg): Artifizielle Angriffsflächen

# 16.08. Eva Egermann (Crip Magazine, Wien): Für eine Crip Künstlerische Agency. Visueller Aktivismus, Crip Materialien und künstlerische Praxis

09.06.2018, 18 Uhr
Monomal & Muttermahl @blurred edges

Im Rahmen des blurred edges Festivals für Hamburgs freie Musikszene, Verband für aktuelle Musik in Hamburg.

Monomal & Muttermahl, zwei Musiker aus Hamburg, eine musikalische Mischpoke aus manipulierter Kinder-Elektronik, gebastelten Effektgeräten, kaputten Drumcomputern und Circuit Bending KrimsKrams, frei improvisiert und 100 % live, bei jedem Auftritt mit neuem musikalischen Schwerpunkt und neuem Gerätepark. Diesmal haben wir Fett einen an der Pfanne und servieren Therapy Trap.

18 Uhr Doors Open
19 Uhr Konzert Beginn
Danach Sausde Sounds aus der Konserve

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

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