10.12. – 22.10.2020
Caspar Wülfing, Patrick Will
„Überstunden im Maschinenraum“

Caspar Wülfing, Patrick Will
„Überstunden im Maschinenraum“
10.12. – 22.10.2020
Gäste: Annette Hans (Cafe Baltic Bar), Oliver Bulas & Ulf Freyhoff

Wülfing & Will, Lotus, Acryl & Mixed Media, 2019

Überstunden im Maschinenraum
Rauminstallation

Wülfing & Will, Lotus, Acryl & Mixed Media, 2019Eine rotierende Bürste wird entlang des Schaufensters der Galerie installiert und diese stetig mit Acrylfarbe versorgt. Das Innere der Galerie wird somit zum Arbeitsplatz der Künstler umfunktioniert. Die fertige Arbeit ist die Situation und der Raum selbst. Die verrichtete Arbeit wird zum Ritual. Im Laufe der 2-wöchigen Ausstellung verändert der Raum sich konsequent, KünstlerInnen und NachbarInnen werden eingeladen Arbeiten anzufertigen und die Technik der maschinellen Malerei zu erlernen. In diesem Sinne werden Wülfing & Will Lectures und Workshops geben. Eine Fotodokumenation über den Umbau von Autowaschanlagen zu Künstlerischen Arbeiten wird in Form eines Vortrages mit anschließender Fragerunde gezeigt. Ebenso soll ein 3D-Workshop für fluide Simulationen stattfinden und von den TeilnehmerInnen gemeinsam erarbeitet. 

Galerie Genscher wird somit zu einem alchemistischen und digitalem Open-Source Labor. 

Caspar Wülfing und Patrick Will entwerfen in ihren gemeinsamen Arbeiten kinetische Skulpturen und Räume in denen der/die Betrachter/innen fluiden und sich stetig ändernden Situationen ausgesetzt sind. Auf den architektonischen und gesellschaftlichen Kontext des Ausstellungsraumes wird insofern eingegangen, da die jeweiligen Installationen explizit und einmalig für diesen konzipiert sind. Die beiden Künstler arbeiten mit gefundenen Objekten. Diese werden seziert, indem sie die Technik unter der Verkleidung freilegen und erproben und sie mit großen Farbmengen arbeiten lassen. So entstehen auf Böden, Scheiben, Maschinenteilen und Leinwänden Spuren und Artefakte. Zu beobachten ist eine Art performative Malerei. Wichtig ist, dass sich der Zustand des Gezeigten vom Zeitpunkt des Anschaltens stetig verändert, ohne das sie selbst eingreifen.Durch die Neuinterpretation der Brauchbarkeit entwickeln die Maschinen einen Charakter, der ihnen vorher nicht zugeschrieben wurde. Im gleichen Zuge wird eine Vorstellung oder Erinnerung zu der Ursprungsfunktion geweckt. Die Maschine entwickelt eine Art Persönlichkeit, da neben den

Bewegungen auch eine Geräuschkulisse entsteht.

Caspar Wülfing (*1992 in Wuppertal) studiert seit 2015 an der HFBK Hamburg bei Prof. Werner Büttner und Prof. Anselm Reyle. Seinen Bachelor of Fine Arts schloss er erfolgreich bei Prof. Anselm Reyle 2019 ab und setzt beim selbigen Prof. seinen Master of Fine Arts fort.

Patrick Will (*1991 in Wriezen) studierte von 2015 bis 2019 an der HFBK Hamburg bei Prof. Jeanne Faust und Prof. Anselm Reyle. Seinen Bachelor of Fine Arts schloss er erfolgreich bei Prof. Anselm Reyle 2019 ab. Seit seinem Abschluss ist er als selbständiger Künstler tätig und bezieht sein Atelier in Hamburg Rothenburgsort. https://willandwuelfing.net

10.12. – 22.10.2020
„Überstunden im Maschinenraum“
Caspar Wülfing, Patrick Will

Galerie Genscher
Marktstr. 138 / Hinterhof
Hamburg / Karolinenviertel

U2 Messehallen | U3 Feldstraße | S21 Sternschanze

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg.